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Tradition und Streichelzoo

AR. Immer auf den Herbst hin bricht die Zeit der Viehschauen im ganzen Kanton an. Es wird sennisch aufgefahren zur Viehschau.

«In Herisau sind 62 Betriebe der Viehzuchtgenossenschaft Herisau angeschlossen. Davon kommen jedesmal achtzehn bis zwanzig mit ihren Tieren auf den schön geschmückten Festplatz vor der Chälblihalle», sagt der seit dem vergangenen Frühling im Amt stehende Genossenschafts -Präsident Peter Tobler.

Aufgefahren wird mitten durch das Dorf. Vielfach traditionell in der Tracht, also voraus der Geissbub oder Mädchen mit den Geissen, dann die Sennen und dahinter die sauber geputzten Kühe und Rinder mit den drei prächtigen Schellenkühen. Dass dies in Herisau durchaus Tradition hat, zeigt auch die grosse Anzahl Zuschauer, welche immer die Strassen säumen.

Leistungsausweis
Man will der nicht bäuerlichen Bevölkerung zeigen, zu welcher Leistung sich die einheimischen Bauern verpflichtet fühlen. «Bei uns wird mehrheitlich die aus den USA abstammende Brown Swiss Kuh gepflegt. Milchertrag und Fleischproduktion sind grösser als die der etwas kleineren, aber dafür robusteren originalen Braunkuh», sagt Peter Tobler weiter. Eines haben aber alle Bauern gemeinsam, nämlich die Freude und den Stolz an den Tieren.

Verschiedene Abteilungen
Sauber aufgereiht stehen sie dann in verschiedenen Abteilungen auf dem Bewertungsplatz. In den Kategorien Jungvieh, trächtige Rinder, drei Abteilungen Erstmelkkühe, Galt (Erholungsphase nach Geburt) Zweitmelkkühe und so weiter taxieren die Preisrichter die Tiere.

Dabei werden das Format, Fundament, Euter und Zitzen bewertet. Diese lineare Beschreibung ist noch unterteilt in viele verschiedene Punkte, welche in die Bewertung miteinfliessen.

«Der Stolz eines jeden Züchters sind aber die älteren Kühe, die sogenannten Dauerleistungskühe», verrät Peter Tobler weiter. Diese erbringen nicht selten eine Lebensleistung von über 50`000 Kilogramm Milch. Peter Tobler selber hat zirka 100 Tiere im Stall, darunter zirka 45 bis 50 Kühe.

Streichelzoo
Während die Preisrichter ihres Amtes walten, wird am Rande gefachsimpelt und untereinander verglichen. Mit Zauren und «Schelleschötte» wird die Zeit bis zur Heimkehr überbrückt. Es ist aber auch die Zeit um Bekannte zu treffen und Freundschaften zu pflegen.

Für die jungen Zuschauer und Kinder wird in der Chälblihalle wieder ein Streichelzoo eingerichtet. «Hasen, Hühner, Geisslein, Säuli, eventuell sogar Esel und Pony sind immer die Lieblinge der Kinder. Deshalb werden wir die Kindergärtler von Herisau einladen. Dazu erhalten sie kostenlos Süssmost», hält Peter Tobler abschliessend fest.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 15.09.2007 - 08:45:00