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Thurgauer Wirtschaft verliert an Schwung

Verhaltene Zuversicht bei der Industrie und eine nach wie vor lebhafte Bautätigkeit waren die Kennzeichen des zweiten Quartals bei der Thurgauer Wirtschaft.

Allerdings zeichnete sich beim Baugewerbe ein Rückgang der Aufträge ab.

Insgesamt habe sich der Geschäftsgang der Industrie im zweiten Quartal abgekühlt, hält das am Freitag veröffentlichte «Thurgauer Wirtschaftsbarometer» fest. Dieses wird vom Kanton, der Kantonalbank und der Industrie- und Handelskammer gemeinsam getragen und von der Konjunktorforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich erstellt.

Knapp 84 Prozent Auslastung
Trotz abgekühlter Konjunktur waren die befragten Betriebe mit ihrer Geschäftslage mehrheitlich zufrieden. Die Industrieproduktion legte im zweiten Quartal 2008 weiter zu – allerdings nicht mehr im gleichen Ausmass wie zu Jahresbeginn.

Die Produktionskapazitäten wurden zwischen April und Juni nochmals erhöht, werden jetzt aber als ausreichend bezeichnet. Die Auslastung sank von 88,3 auf 83,8 Prozent.

Weniger Bestellungen
Der Bestellungseingang nahm zum Quartalsbeginn noch nennenswert, zum Quartalsende jedoch nur noch unwesentlich zu. Die Beurteilung des Auftragsbestandes kühlte sich merklich ab. Vor allem aus dem Ausland gingen weniger Aufträge ein.

Hatten im April noch 24 Prozent der Firmen angegeben einen grossen Bestand ausländischer Aufträge zu haben, so waren es im Juli nur noch 2 Prozent. Dagegen verdoppelte sich der Anteil der Firmen mit kleinem ausländischem Auftragsbestand von 13 auf 26 Prozent.

Schwache Export-Entwicklung
Der Export aus dem Thurgau bleibt klar hinter dem Schweizer Mittel zurück. Dieses verzeichnete im ersten Quartal einen Zuwachs von 7 Prozent, während es im Thurgau nur 1.7 Prozent waren.

Vor allem der Export nach Deutschland und in die übrige EU konnten im Thurgau kaum zulegen. Die Importe entwickelten sich mit einem Plus von wertmässig 3 Prozent etwas kräftiger als die Exporte.

ThurgauThurgau / 22.08.2008 - 07:47:00