Thurgauer Reisebüro leistet Hilfe
Weinfelden. Ungewohnte Hilfe in einer ungewöhnlichen Katastrophe bietet in Burma ein Thurgauer Reiseanbieter.
Ein Thurgauer Reiseveranstalter stellt seine zwei Luxus-Flussschiffe im burmesischen Katastrophengebiet auf dem Irrawaddy zur Verfügung, als Frachter und Lazarettschiff. Normalerweise transportieren die Kreuzfahrtschiffe «Pandaw 2» und «Pandaw 4» naturliebende Touristen auf dem burmesischen Strom Irrawaddy. In dieser Jahreszeit sind diese Kreuzfahrten aber nicht im Programm.
Die Schiffe lagen demzufolge während des Sturms in der Werft. So wurden sie nicht beschädigt und konnten schnell zur Verfügung gestellt werden, wie der Veranstalter Thurgau Travel am Montag informierte.
Die Schiffe bringen nun Medikamente, Nahrungsmittel und frisches Wasser in die Krisengebiete. Auch sind sie als schwimmende Lazarette unterwegs. «Besonders anrührend ist, dass eine der ersten Behandlungen die Geburt eines Babys war,» sagte Geschäftsführer Hans Kaufmann.
Idee von Kunden
Zusätzlich seien auch schon etliche gecharterte Lastwagen mit Hilfsgütern in den vom Wirbelsturm «Nargis» am stärksten betroffenen Gebiet eingetroffen. Die Waren würden auf heimischen Märkten eingekauft.
Die Idee für den Hilfseinsatz sei von Kunden gekommen, die bereit waren, für die Notleidenden im Krisengebiet zu spenden. Der Reiseveranstalter arbeitet mit den beiden Hilfsorganisationen «Merlin» und «Save the Children» zusammen.
Dabei sind ausschliesslich einheimische Helferinnen und Helfer beteiligt. Einen ähnlichen Einsatz hat der Thurgauer Reiseveranstalter bereits vor einem Jahr in Bangladesch geleistet.
Die beiden Schiffe sind jeweils 55 Meter lang und verfügen über drei beziehungsweise vier Decks. Bei Touristenfahrten bieten sie Platz für 48 beziehungsweise 56 Passagiere in Doppelkabinen. Jeweils rund 30 Besatzungsmitglieder reisen mit. Sie befahren die Route zwischen Rangun und Mandalay.



























