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Thurgauer pendeln oft zur Arbeit

Weinfelden. Die Bevölkerung des Thurgaus ist durchschnittlich jünger als die Schaffhausens und der Thurgau ist für juristische Personen interessanter. Aber die Schaffhauser Wirtschaft hat die bessere Wertschöpfung.

Das sind Ergebnisse der neuen Studie der Credit Suisse (CS) über Struktur und Perspektiven der Kantone Schaffhausen und Thurgau, die am Dienstag in Weinfelden präsentiert wurde. Diese bewertet die Kantone nach Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaft, Verkehrserschliessung, Steuerbelastung und Bildung.

Thurgau für Firmen steuerlich attraktiv
Sowohl Schaffhausen als auch der Thurgau haben im CS-Ranking der Kantone gegenüber der letzten Erhebung einen Platz verloren. Der Thurgau steht jetzt auf Platz 9, Schaffhausen auf Platz 12. Auf Platz 1 steht Zug, den letzten Platz belegt der Jura.

Diese Verschiebung sei vor allem Ausdruck des Steuerwettbewerbs unter den Kantonen, erklärte Merja Hoppe, Geografin und zuständig für Economic Research bei der CS. Sie hat herausgefunden, dass der Thurgau insgesamt für juristische Personen in der Schweiz steuerlich interessant ist.

Für natürliche Personen gelte das weniger. In Schaffhausen sei die steuerliche Belastung für juristische Personen klar schlechter als im Schweizer Durchschnitt, im Thurgau besser.

Zuzüger helfen dem Thurgau
Bei der Verkehrserschliessung steht Schaffhausen schlechter da als die Thurgauer Regionen Thurtal und Untersee/Rhein. Hingegen besser als der Oberthurgau. Gleichzeitig ist die Bevölkerung im Thurgau durchschnittlich deutlich jünger als in Schaffhausen.

Die CS-Studie kommt zum Schluss, dass die Zuzüger-Werbung des Thurgaus mitgeholfen habe, einer schlechteren Altersstruktur entgegen zu wirken. So sei der Thurgau zwischen 1995 und 2007 um 6,7 Prozent gewachsen, während Schaffhausen mit einem Plus von 0,7 Prozent praktisch stagniert habe.

Bessere Wirtschaftsstruktur
Beide liegen aber unter dem Schweizer Mittel von 7,5 Prozent. Schaffhausen profitiert aber von einer besseren Wirtschaftsstruktur. Zwar hat es – wie der Thurgau – Stärken im Maschinenbau. Aber dazu kommen noch Schwerpunkte bei der chemischen Industrie, in der Kommunikations- und IT-Branche.

Die sind wertschöpfungs-stärker als die Nahrungsmittelbranche im Thurgau. Sowohl der Thurgau als auch Schaffhausen weisen aber Arbeitslosenquoten aus, die unter dem Schweizer Durchschnitt liegen.

Die Unterschiede sind aber auch klar: Schaffhauser verdienen ihr Einkommen vor allem bei Firmen im Kanton. Thurgauer pendeln in viel stärkerem Masse zum Arbeiten in Nachbarkantone.

ThurgauThurgau / 23.09.2008 - 17:32:00