Thurgauer Namenbuch offiziell abgeschlossen
Mit der Publikation der Flurnamenbände am 1. November 2007 und dem Erscheinen des Schlussberichts des Kuratoriums gilt das Projekt Thurgauer Namenbuch als abgeschlossen.
Das Projekt ermöglichte die Auswertung der umfangreichen Sammlung der Siedlungs- und Flurnamen im Kanton Thurgau. Diese wurde im Wesentlichen in der Zeit von 1954 bis 1989 von Professor Oskar Bandle und Dr. Eugen Nyffenegger durchgeführt. Budget und Zeitplan für das sechsbändige Werk konnten eingehalten werden. An den Gesamtkosten von knapp 3,5 Millionen Franken beteiligten sich neben dem Kanton Thurgau der Schweizerische Nationalfonds, der Lotteriefonds sowie die Ulrico-Hoepli-Stiftung in Zürich.
Die Thurgauer Orts- und Flurnamen sind eine wesentliche Quelle zur Siedlungs-, Sprach- und Kulturgeschichte des Kantons Thurgau. Die Namen zeigen, wo und wie Siedlungen entstanden sind, wie das Land urbar gemacht wurde und Siedlungsräume ausgeweitet wurden. Vieles ist noch offen für weitere Forschungen. Das Material des Thurgauer Namenbuches bietet gut aufbereitete Forschungsgrundlagen für wissenschaftliche Arbeiten, dient aber ebenso der lokalen Forschung. Sämtliche Rechte am Thurgauer Namenbuch werden durch das Departement für Erziehung und Kultur wahrgenommen.
Das gesammelte Material und die Projektbibliothek in Kreuzlingen werden noch weiter benötigt. Dies einerseits für die Namenbücher der Kantone von Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden sowie Schaffhausen, andererseits für die Tätigkeit der Nomenklaturkommission im Amt für Geoinformation. Später soll das Material in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv auf Dauer gesichert werden.



























