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Teufens grösstes Bauvorhaben wird eingeweiht

Teufen/AR. Nach jahrelanger Planungs- und Bauzeit darf sich Teufen heute freuen, über ein in allen Belangen den aktuellen Bedürfnissen entsprechendes Alters- und Pflegeheim zu besitzen.

Die Weichen für den Neubau stellten die Teufner Stimmberechtigten am 8. Februar 2004. Dem Projektierungskredit in der Höhe von 450’000 Franken wurde mit der hohen Stimmbeteiligung von 62,5 Prozent zugestimmt. Zudem entschieden sie sich deutlich für die beiden Standorte Gremm und Lindenhügel. Mit diesem Ergebnis war klar, dass sich die baulichen Massnahmen auf den Standort Gremm konzentrieren.

Grosse Herausforderung
Nach dieser erfolgreichen Abstimmung wurde die Projektgruppe unter der Leitung des Gemeinderatsmitglieds Christian Meng zusammengestellt. In einer ersten Phase galt es, das Wettbewerbsprogramm auszuarbeiten. Wichtig war für die Gruppe, dass Teufen ein funktional gutes Altes- und Pflegeheim mit betrieblich optimalen Lösungen erhält. Dabei galt es, als Ersatz für das ehemalige Krankenhaus und das Altersheim Alpstein sechzig Bewohnerplätze zu realisieren. Im Sommer 2004 erfolgte die Ausschreibung für einen Architektenwettbewerb

Grosses Interesse
117 Projekte waren daraufhin eingereicht worden. Als Sieger des Wettbewerbs gingen die Zürcher Architekten Alex Jaeggi und Peter Meyer mit ihrem Projekt «sara» hervor, welches Mitte März 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Laut Jury erfüllte «sara» die Anforderungen an Funktion, Ortsverträglichkeit und Architektur am besten. Das Projekt besteche vor allem durch den geschickten Umgang mit dem Volumen der Baukörper an der schwierigen Hanglage und nehme Rücksicht auf die bestehende Bebauung, hiess es damals.

Klares Verdikt
Der vermutlich grösste Meilenstein in der Geschichte des neuen Alters- und Pflegeheims war die Abstimmung vom 27. November 2005. An jenem Sonntag bewilligten die Stimmberechtigten von Teufen mit einem Dreiviertel Ja-Anteil einen Baukredit von 22,2 Millionen Franken für den Neubau. Angenommen wurde auch der Kredit von 950’000 Franken für die Realisierung eines Wärmeverbundes.

Die Projektgruppe arbeitete nach der erfolgreichen Abstimmung zusammen mit den beiden Architekten an der Optimierung und Realisierung des Projekts. Anfang Juli 2006 wurde mit den Abbrucharbeiten des Bauernhauses begonnen. Dieses musste dem neuen Alterszentrum Gremm weichen. Der Abbruch des Schwesternhauses erfolgte im Herbst 2006.

Freude herrscht
Ein grosser Tag für Teufen war der 12. März 2007. Bei strahlendem Frühlingswetter feierten Behörden, Kommissionsmitglieder und am Bau Beteiligte den Spatenstich für das neue Alterszentrum im Gremm. «Freude herrschte» denn auch bei Gemeindepräsident Gerhard Frey und Gemeinderat Christian Meng, Präsident der Baukommission: Sie skizzierten die intensiven Vorarbeiten für «das grösste Bauvorhaben der Gemeinde» und dankten allen Beteiligten für ihren Einsatz.

Schlag auf Schlag ging es weiter: Im Dezember 2007 feierten in der zukünftigen Tiefgarage Behördenmitglieder zusammen mit Gästen und Bauarbeitern das Aufrichte-Fest. In seiner Ansprache wies Christian Meng damals darauf hin, dass er stolz sei wie die Bauarbeiten vorankämen – notabene ohne Unfall. Das blieb auch so bis zum Abschluss.

Minergie Label und Kunst am Bau
Stolz sein kann Teufen auch auf die Tatsache, dass neue Alters- und Pflegeheim das Zertifikat MINERGIE-ECO® erhalten hat. Es ist das erste Al-tersheim in der Schweiz, das mit diesem Label ausgezeichnet wurde. An einer gut besuchten Vernissage Mitte November 2007 im Dachgeschoss des (alten) Alterszentrums stellte der Kunsthistoriker Fabian Meier das Siegerprojekt des Wettbewerbs «Kunst am Bau» vor.

Als Siegerin ging die Herisauerin Vera Marke mit ihrem Projekt «el dorado» hervor. Das Projekt weist spirituelle, kunsthistorische, kunsthandwerkliche, folkloristische und soziale Bezüge auf. Die Jury schätzte an «el dorado» insbesondere den Bezug zur Appenzeller Tradition und Kultur, aber auch die vielfältigen Bezüge und die offene, interaktive und veränderbare Konzeption.

Umzug ins neue Heim
Anfang Dezember 2008 war es dann soweit: Nach sechsjähriger Planungs-, Projekt- und Bauphase haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums Gremm und Alterheims Alpstein mit Hilfe von Zivilschutzangehörigen ihr neues Zuhause im Haus «Unteres Gremm» bezogen. Ein grosser Moment auch für all jene, die an diesem Bau mitgearbeitet haben. Fünf Monate nach dem Bezug des Hauses «Unteres Gremm» darf festgestellt werden, dass die Gemeinde Teufen stolz auf ihr neustes Bauwerk sein kann. Die Bewohnerinnern und Bewohner fühlen sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sehr wohl in ihrem neuen Zuhause.

Zahlen und Fakten

Insgesamt wurden 15’000 m² Schalungen angebracht sowie 450 Tonnen Armierungsstahl und 10’750 Tonnen Beton verbaut. Rund zwölf Prozent oder 2,3 Millionen Franken der Aufträge konnten in Teufen, weitere 32 Prozent oder 6,3 Millionen Franken im Kanton Appenzell Ausserrhoden und 56 Prozent oder 10,8 Millionen Franken im Rest der Schweiz, vorwiegend in der Ostschweiz, platziert werden. 4.2 Millionen Franken oder 23 Prozent der Aufträge oder 4,35 Millionen Franken gingen in die Stadt St. Gallen. Der Bau die grösste Investition, die die Gemeinde Teufen je getätigt hat.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 06.05.2009 - 09:02:58