«Tele Ostschweiz» erhält Vorzug gegenüber «Tele Säntis»
Das zur St. Galler Tagblatt AG gehörende Regionalfernsehen «Tele Ostschweiz» hat vom Bund eine Konzession für die nächsten zehn Jahre erhalten.
Das Projekt «Tele Säntis» des Winterthurer Medienunternehmers Günter Heuberger geht leer aus.
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) von Moritz Leuenberger gab die Konzessionsentscheide am Freitag in Bern vor den Medien bekannt.
«Tele Ostschweiz», das seit 1999 auf Sendung ist und seither rote Zahlen schreibt, erhält vom Bund bis 2019 jährlich gut 2.2 Millionen Franken. Damit sei die Existenz des Senders gesichert, sagte André Moesch, Leiter elektronische Medien der St. Galler Tagblatt AG, auf Anfrage gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Ausbau des Sendeangebots
Die Freude über die positive Nachricht aus Bern sei bei «Tele Ostschweiz» gross, die Erleichterung gar «riesig», wie Moesch sagt. Ohne Gebührengelder hätte das Informationsangebot beim St. Galler Sender massiv reduziert werden müssen. Jetzt wird es ausgebaut. Laut Moesch will «Tele Ostschweiz» rund zehn neue Stellen schaffen.
Ab zirka Mitte nächsten Jahrs wird «Tele Ostschweiz» sein Sendeangebot ausbauen: Ab dann werden täglich Nachrichtensendungen ausgestrahlt, auch am Wochenende, und auch am Mittag gibt es neu einen «News-Flash», wie der Sender mitteilte. Laut eigenen Angaben erreicht «Tele Ostschweiz» gegenwärtig rund 95 000 Zuschauern.
Heuberger: «Schade»
Das Projekt «Tele Säntis» des Winterthurer Medienunternehmers Günter Heubeurger erhält keine Konzession; es unterlag «Tele Ostschweiz». Heuberger findet das «schade», wie er der SDA sagte. Für Heuberger gab es auch Positives aus Bern: Sein «Tele Top» erhält in Zürich den Vorzug gegenüber «Tele Züri» von Tamedia.
Der St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Josef Keller begrüsst die Konzessionsentscheide des UVEK, wie er auf Anfrage erklärte. Der Bund sei den Anträgen der St. Galler Regierung, die sie zusammen mit den Regierungen des Kantons Thurgau und beider Appenzell dem UVEK in Bern gestellt hatte, gefolgt, sagte Keller.
Der Bund hat am Freitag die letzten Konzessionen ausgesprochen. Bereits im Sommer hat er diejenigen privaten Radio- und TV-Sender konzessioniert, die in ihren Gebieten ohne Konkurrenz waren. In der Ostschweiz sind das «Radio Top», FM 1 (vormals Radio aktuell), das zur St. Galler Tagblatt AG gehört, sowie das Lokalradio toxic fm.



























