Technologie-Tag zum Thema Mobilität
Romanshorn. Am diesjährigen Thurgauer Technologie-Tag steht das Thema Mobilität im Zentrum. Es werden verschiedene Referate gehalten und an zahlreichen Ständen geben Fachleute Auskunft.
Der 9. Thurgauer Technologie-Tag vom Freitag, 27. März, in Romanshorn steht ganz im Zeichen der Mobilität, die dieses Jahr das Schwerpunkt-Thema bildet. Referenten werden aufzeigen, in welche Richtung die Entwicklung in diesem Bereich geht und wie Hochschulen und Wirtschaft erfolgreich zusammenarbeiten können. An den zahlreichen Ständen der Hochschulen, Institute, Kompetenzzentren und Fachstellen trifft man zudem Fachleute für fast jede Fragestellung.
Mobilität ist und bleibt ein Zukunftsthema par excellence – auch wenn es der Autoindustrie und vielen Zulieferbetrieben momentan nicht so gut läuft. Umso wichtiger ist es, sich mit neuen Ideen und Entwicklungen auseinanderzusetzen. Der 9. Thurgauer Technologie-Tag ist eine ideale Gelegenheit dazu. Am Vormittag wird der Öffentliche Verkehr beziehungsweise der Schienenverkehr im Zentrum stehen, am Nachmittag der Individualverkehr (das Auto).
Impulsreferate und Praxisbeispiele
Ein Blick ins Programm lässt einiges erwarten. So wird zum Auftakt Christian Küng, Direktor a.i. des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE), aufzeigen, wo wir bezüglich Mobilität in der Schweiz stehen, was geplant ist und was in Zukunft möglich oder denkbar sein könnte. Darauf wird Ulrich Weidmann von der ETH Zürich in seinem Referat die Frage beantworten, ob die Bahninfrastruktur für das Jahr 2050 mit einer Evolution zu schaffen ist oder ob es dazu eine Revolution braucht. Markus Hecht von der Technischen Universität Berlin wird sodann auf die weltweiten Entwicklungstendenzen in der Schienenfahrzeugtechnik eingehen. Zum bewährten Konzept des Thurgauer Technologie-Tages gehören auch die Praxisbeispiele, an Hand derer aufgezeigt werden kann, wie Hochschulen und Unternehmen erfolgreich zusammenarbeiten. So wird Heinz Mathis von der Hochschule für Technik Rapperswil beispielsweise ein Antikollisionssystem für Busse vorstellen.
Lino Guzzella kommt wieder
Den Nachmittag eröffnen wird die ZHAW School of Engineering in Winterthur mit einem Transferprojekt, das sie zusammen mit einen Thurgauer Ingenieurbüro realisiert hat. Es geht um neue Erkenntnisse über das Mobilitätsverhalten – und zwar dank Data Mining. Ein weiterer Höhepunkt wird anschliessend der Auftritt von Lino Guzzella von der ETH Zürich sein, der von seinem Auftritt am Thurgauer Technologie-Tag 2007 noch in bester Erinnerung ist und der in jüngster Zeit mit einem neuartigen und kostengünstigeren pneumatischen Hybridmotor von sich reden machte. Sein Referat trägt den vielversprechenden Titel «Das Auto der Zukunft, die Zukunft des Autos». Christian Bach, Leiter der Abteilung Verbrennungsmotoren an der EMPA Dübendorf, wird mit seinem Vortrag das Thema vertiefen, unter dem Titel «Motorenforschung: Wo stehen wir? – Und was bringt die Zukunft?» Eines der Praxisbeispiele am Nachmittag wird ein Sportwagen mit Elektroantrieb sein, den Josef Althaus von der Hochschule für Technik NTB Buchs vorstellen wird und der in Zusammenarbeit mit einem Ostschweizer Unternehmen entwickelt worden ist. Dass dieses Konzept funktioniert, davon kann man sich vor Ort selbst überzeugen: Der Sportwagen wird am Technologie-Tag zu bewundern sein.
Lage und Perspektiven der Auto(zuliefer)industrie
Eine der brennendsten Fragen im Zusammenhang mit dem Thema «Mobilität» wird – gerade auch aus der Sicht der Thurgauer Wirtschaft – die Lage und die Perspektiven der Schweizer Autozulieferbetriebe sein. Auch dazu konnte mit Anja Schulze, der Leiterin des Swiss Center for Automotive Research (swiss CAR) an der ETH Zürich, eine ausgewiesene Expertin gewonnen werden. Sie ist auch die Autorin der vielbeachteten und umfassenden Studie über die Automobilindustrie Schweiz, die letztes Jahr erschienen ist.
Reichhaltige Ausstellung als Begegnungsplattform
Die Halle der Geobrugg AG im Industriegebiet Hof in Romanshorn, wo der Technologie-Tag 2009 stattfinden wird, bietet auch genügend Platz für die zahlreichen Stände der umliegenden Hochschulen, Institute, Kompetenzzentren und Fachstellen. Dort kann man in den Pausen am Vor- und am Nachmittag sowie über die Mittagszeit Fachleute aus den verschiedensten Gebieten treffen und Kontakte knüpfen.
Weitere Informationen und Anmeldung
Das detaillierte Programm ist unter www.technologietag.ch abrufbar. Dort kann man sich auch online anmelden. Eine Anmeldung bis spätestens am 23. März ist aber auch über das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), Schlossmühlestrasse 9, 8510 Frauenfeld (Telefon: 052 724 23 82, Fax: 052 724 27 09, Mail: sandra.hubli@tg.ch möglich. Die Platzzahl ist beschränkt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Der Unkostenbeitrag beträgt 80 Franken (inklusive Stehlunch).



























