Talente nicht nur anwerben
Unternehmen könnten ihren Umsatz beträchtlich steigern, wenn ihre besten Köpfe zu 10% weniger zur Konkurrenz abwandern würden.
Das belegen die Ergebnisse einer neuen Studie von Hewitt Associates. Die Botschaft ist deutlich: Der einfache Rekrutierungsprozess genügt nicht mehr, zusätzlich muss man optimal mit den Top-Leistungsträgern umgehen, um sie an das Unternehmen zu binden.
Die besten Talente sind leistungsfähige Mitarbeitende, die ein hohes Entwicklungspotenzial mitbringen. Die Unternehmen müssen diese Personen also fördern, um sie als Antriebskräfte für die Unternehmensleistung zu nutzen. Dazu muss man in mehreren Schritten vorgehen.
Zunächst einmal müssen die Talente als solche erkannt werden, dann überträgt man ihnen so schnell wie möglich gezielte Zuständigkeiten. Ein Vertrauensverhältnis zu schaffen ist eine wesentliche Voraussetzung, denn dadurch entsteht ein Gefühl der Anerkennung, das die Person dazu anregt, hochwertige Leistungen zu liefern sowie Risiken einzugehen und Entscheidungen zu treffen. Mitarbeitende, die in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, bilden nämlich einen zentralen Wettbewerbsvorteil.
Hinsichtlich der Entlohnung scheint ein leistungsbasiertes System am besten geeignet zu sein, um diese wertvollen Mitarbeitenden zu motivieren. «Spitzenleistungen werden nicht durch perfekte Abläufe, sondern durch engagierte Angestellte erzielt», erklärt Michael Bruggmann, Leiter HR-Beratung bei Hewitt Associates in der Schweiz.
Viele Verfahren zum Leistungsmanagement sind noch zu sehr auf die Vergangenheit gerichtet. Die Aufmerksamkeit konzentriert sich zu sehr auf eine richtige Bewertung der Leistung, anstatt zu untersuchen, wie sie in Zukunft gesteigert werden könnte. «Die Unternehmen müssen in dieser Hinsicht ihre Denkweise ändern, denn das, was den Angestellten damit signalisiert wird, steht im Gegensatz zu einer erfolgs- und leistungsorientierten Unternehmenskultur», fügt Michael Bruggmann hinzu.



























