Symbolischer Grundstein für neues Staatsarchiv gelegt

Frauenfeld/TG. In einem feierlichen Akt wurde ein symbolischer Grundstein für das neue Staatsarchiv gelegt worden. Das Gebäude soll bis zum Mai 2011 fertig gestellt werden.

Auf dem Areal des ehemaligen Kantonalen Zeughauses in Frauenfeld haben im Januar die Bauarbeiten für das neue Staatsarchiv begonnen. In einem feierlichen Akt ist am Donnerstag, 30. April, der symbolische Grundstein gelegt worden. Anstelle einer Kassette, die üblicherweise eingemauert wird, hat Staatsarchivar André Salathé unter den Augen der Regierungsräte Jakob Stark und Kaspar Schlaepfer eine Archivschachtel mit diversen Dokumenten gefüllt, welche die Nachwelt an den historischen Tag erinnern soll.

Nach dem Einsturz des Kölner Staatsarchivs sei allen bewusst geworden, was ein gutes Fundament bedeute, sagte Regierungsrat Kaspar Schläpfer in seiner Ansprache anlässlich der Grundsteinlegung für das neue Staatsarchiv des Kantons Thurgau. «Wir hoffen, dass unsere Baufachleute die Sache gut machen.» Ein öffentliches Gebäude brauche nicht nur ein gutes Bauwerk. Ein ebenso wichtiges Fundament sei die Unterstützung durch die Stimmbürgerschaft. Und diese sei bei der Abstimmung im November 2007 deutlich gewesen. Die Thurgauer Bevölkerung habe damit wieder einmal bewiesen, dass sie sehr traditionsbewusst sei und um die Bedeutung des Staatsarchivs als kollektives Gedächtnis des Kantons Thurgau wisse.

Regierungsrat und Baudirektor Jakob Stark wies auf die lange Geschichte und Tradition des Zeughausareals hin. Die erhöhte Lage über dem Mätteli und Kasernenareal passe ideal zum Staatsarchiv. Er sei überzeugt, dass die Umnutzung mit den ergänzenden Neubauten eine Aufwertung für das Stadtbild und die Vorstadt von Frauenfeld darstelle und zur Belebung der Altstadt beitragen werde. Stadtammann Carlo Parolari dankte dem Kanton für das Bekenntnis zur Hauptstadt Frauenfeld.

Das Projekt für das neue Staatsarchiv des Kantons Thurgau im Kantonalen Zeughaus beinhaltet einen Umbau von bestehenden Gebäudeteilen sowie ein unterirdisches Bauwerk für das Zwischenarchiv unter dem Zeughaushof. Gegen Süden, entlang des Hangs oberhalb des «Mättelis» entsteht ein Neubau, der für das Endarchiv bestimmt ist. Der rechteckige Bau wird an die bestehende Böschung herangeschoben, so dass diese nach wie vor erkennbar bleibt. Das begehbare Dach des Neubaus erweitert die vorhandene natürliche Terrasse über dem Mätteli. Von dort führt ein neuer Fussweg am neu positionierten Soldatendenkmal vorbei durch den wieder geöffneten Durchgang im historischen Südflügel in den Hof zum Haupteingang des neuen Staatsarchivs. Hier finden die Besucher im Erdgeschoss den Empfang und den Lesesaal und im ersten Obergeschoss die Bibliothek.

Das von der Basler Architekten Jessen und Vollenweider geplante Bauprojekt soll im Mai 2011 fertig gestellt sein. Das Thurgauer Stimmvolk hat dafür einen Gesamtkredit von 19,7 Millionen Franken bewilligt.

Thurgau / 30.04.2009 - 12:28:49
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