Strompreiserhöhungen sind absehbar
Die Netzgesellschaft «swissgrid» hat die Preise für das Übertragungsnetz und die Dienstleistungen bekanntgegeben: 1 Milliarde Franken jährlich.
Pro Kilowattstunde wird den Konsumenten ab 2009 2,4 Rappen für das nationale Übertragungsnetz berechnet. Die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke erwarten trotz Liberalisierung höhere Strompreise.
Ein einziger Betreiber
Mit dem neuen Stromversorgungsgesetz StromVG müssen die Elektrizitätswerke und die Netzbetreiber ihre Übertragungsnetze unabhängig und rechtlich getrennt von den übrigen Geschäftsbereichen betreiben. Das nationale Hochspannungsnetz mit 380 und 220 Kilovolt wird vergleichbar mit den Autobahnen von einem einzigen Betreiber unterhalten, nämlich von der nationalen Netzgesellschaft swissgrid.
Diese Gesellschaft, die von acht Schweizer Verbundunternehmen getragen wird, hat soeben die Preise für den Betrieb des schweizerischen Hochspannungsnetzes bekannt gegeben: Eine Milliarde Franken pro Jahr beziehungsweise 2,4 Rappen pro übertragene Kilowattstunde. Diese Netzkosten werden den Endverbrauchern, das sind Verbraucher und Elektrizitätswerke, mit dem neuen StromVG ab 2009 separat ausgewiesen und verrechnet.
Kosten sind Teil der Liberalisierung
Der Stromkunde wird ab Januar 2009 mehr als 2 Rappen pro Kilowattstunde Strom für das nationale Hochspannungsnetz und die Systemdienstleistungen bezahlen müssen. Für Rolf Domenig, Vorsitzender der Geschäftsleitung der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke, sind die nun öffentlich gewordenen Kosten schockierend und in dieser Höhe überraschend.
Weil die Kosten bisher nicht in detaillierter Form bekannt und öffentlich gemacht wurden, sei zwar mit steigenden Kosten gerechnet worden, aber nicht in diesem Ausmass. Doch letztlich widerspiegeln diese nur den politischen Willen zur Regulierung des Strommarktes, so Rolf Domenig. Mit dem Stromversorgungsgesetz StromVG und der Trennung von Energie- und Netzkosten wolle die Politik eine starke und unabhängige Übertragungsgesellschaft ermöglichen, die das Schweizerische Höchstspannungsnetz wirtschaftlich und sicher betreibt.
Die SAK ist beunruhigt, dass die unabhängige staatliche Regulierungsbehörde Elcom bereits in dieser frühen Phase eingeschaltet werden muss. Für die weitere Entwicklung der Strompreise kann wohl noch mit einigen Überraschungen gerechnet werden.



























