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Stromausfall verunsicherte Fussballfans

Vergangenen Sonntagabend waren mehrere Thurgauer Dörfer von einem fast zweistündigen Stromausfall betroffen. Auslöser war die abgeworfene Beute eines Raubvogels.

Plötzlich geht der Fernseher aus, das Radio verstummt und das Telefon ist tot. Der Strom ist ausgefallen und das liegt nicht an den Sicherungen.

Nervosität steigt
Besonders Thurgauer Fussballfans hatten allen Grund dazu, vergangenen Sonntagabend zwischen 18.40 und 20.25 Uhr, nervös zu werden, als der Strom in den Dörfern Oberhof, Hagenbuch, Rämisberg, Stehrenberg und Lanterswil für eine Stunde und 45 Minuten ausfiel. Glücklicherweise gelang es dem Elektrizitätswerk Thurgau (EKT), den Schaden rechtzeitig – noch vor dem EM-Finale Spanien gegen Deutschland – zu beheben.

Kein selbstgebastelter Heissluftballon
«Von unten sah es aus, als hätte sich ein selbstgebastelter Heissluftballon in der Stromleitung verfangen», berichtet Urban Mauchle, Leiter des EKT. Dieser Trugschluss setzte sich bei Peter Hugentobler, Verantwortlicher des Bauamtes Bussnang, durch. Er stellte am Sonntagabend den Kurzschluss auf der Nullenleitung fest: «Ich prüfte zuerst die Messstation und erkannte, dass das Problem nicht bei uns als Versorger lag, sondern beim Elektrizitätswerk des Kantons. Da können wir nichts ausrichten», erläutert er.

Abgeworfener Kadaverrest
Eine genauere Betrachtung des Störobjektes durch das EKT ergab, dass es sich um einen Kadaverrest handelte, der von einem Raubvogel abgeworfen wurde. Die verlorene Beute verursachte einen Kurzschluss, der erst nach einer Stunde und 45 Minuten behoben werden konnte. «Zu erst musste die Schadensstelle auf der Freileitung gefunden werden, bevor unsere Mitarbeiter hinauf klettern konnten, um den Kadaver zu entfernen», so Mauchle.

Bereits der dritte Vorfall
Beim besagten Stromausfall handelte es sich um den dritten Zwischenfall in diesem Jahr. Bereits am 3. April fiel während 2.5 Stunden die Stromversorgung aus. Der Leiter der EKT-Stelle erinnert sich: «Damals blies der Wind gegen zwei Uhr in der Nacht einen Ast in eine Freileitung. Die Störung konnte damals im Dunkeln nicht gefunden werden, weshalb das Notstromaggregat eingerichtet wurde.»

Am 29. des gleichen Monats trat ein weiterer Unterbruch auf, diesmal aber von den vorgelagerten Netzen der Nordostschweizerischen Kraftwerke verursacht. Grund zur Beunruhigung bestehe trotz der momentanen Häufung keine. «Bei freien Leitungen können solche Zwischenfälle eintreten», beruhigt Mauchle. Normalerweise gebe der Piquet-Dienst Auskunft über die Ursachen, soweit diese bekannt seien. «Auch die Polizei wurde schon von uns informiert, da sie bei den meisten Bewohnern die erste Adresse für Rückfragen ist», erwähnt der Leitstellenleiter.

Empfohlenes Vorgehen
Wenn eine Störung auftritt, gilt es zu erst, das Elektrizitätswerk anzurufen, welches den eigenen Haushalt mit Strom beliefert. Ansonsten könne das EKT über die Telefonnummer: 071 440 61 11 benachrichtigt werden. Urban Mauchle: «Wir sind froh, wenn wir Hinweise auf Störungen bekommen, die uns helfen, die Ursache zu eruieren.» Falls die Leitung unbeantwortet bleiben sollte, verweise ein Band auf die Störungsnummer 071 446 00 86, die 24 Stunden besetzt sei.

ThurgauThurgau / 01.07.2008 - 16:15:00