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Street Parade: Zusammenfassung

Zürich. 23 Lovemobiles befanden sich auf der Strecke ums Seebecken. Aus Sicht von Stadtpolizei und Schutz & Rettung verlief die diesjährige Street Parade lange Zeit problemlos.

Erst in den frühen Abendstunden sahen sich die Einsatzkräfte von Polizei und Sanität vermehrt mit Handgreiflichkeiten und deren Auswirkungen konfrontiert.

Nachdem schon die Nacht von Freitag auf Samstag aus polizeilicher Sicht ohne besondere Vorkommnisse verlaufen war, präsentierte sich die Lage im Zusammenhang mit der Street Parade für die Stadtpolizei Zürich bis in den frühen Abend ohne grössere Probleme.

Es mussten nur vereinzelt Verzeigungen wegen des Getränkeverkaufs ohne die erforderliche Bewilligung ausgesprochen werden. In Einzelfällen musste nach entsprechenden Lärmmessungen die Musiklautstärke bei Ständen und Boulevardcafés beanstandet werden. Auch im Strassenverkehr rund ums Festgelände kam es zu keinen grösseren Behinderungen.

Es mussten deutlich weniger widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge abgeschleppt werden als vor einem Jahr. Hingegen erfolgten bereits am Nachmittag mehr Festnahmen und Sicherstellungen im Betäubungsmittelbereich als in den Vorjahren. Bis anhin wurden 11 mutmassliche Dealer verhaftet und rund 400 Dosen Ecstasy und LSD sowie rund 4000 Franken Bargeld sichergestellt. Seit den frühen Abendstunden werden vermehrt Schlägereien gemeldet, bei welchen die Polizeikräfte schlichtend eingreifen müssen oder es sogar zu Festnahmen kommt.

Es ist zu hoffen, dass sich die Polizeieinsätze dieser Art im Verlauf des weiteren Abends und der Nacht nicht intensivieren werden. Bei vielen Festbesucherinnen und -besuchern scheint die Reizschwelle aufgrund von übermässigem Alkohol- und/oder Drogenkonsum offenbar zu sinken.

Nach einer relativ ruhigen Anfangsphase füllten sich die Sanitätsposten ab circa 17 Uhr entlang der Umzugsroute rasch mit Patienten. Bis 21 Uhr wurden insgesamt 411 Patienten behandelt. Damit wurde bereits annähernd das Total der behandelten Patienten an der Street Parade 2006 erreicht (454 Personen). In der Mehrzahl handelt es sich um Bagatellverletzungen wie Schnittverletzungen und Schürfungen (53), Kopfschmerzen (46), Kreislaufprobleme (22), Blasen (20), Insektenstiche (24) sowie Prellungen oder Stauchungen (18).

47 Personen wiesen Symptome von übermässigem Drogen- (15) bzw. Alkoholkonsum (32) auf und konnten nach der Behandlung in den Sanitätsposten wieder entlassen werden. Zwecks genauerer medizinischer Überprüfung wurden 49 Personen in ein Spital transportiert. Zu den Verletzungsmustern zählten dabei Riss-/Quetschwunden nach Stürzen oder Schlägereien, Schnittverletzungen an Füssen oder Händen, die genäht werden mussten, starke Prellungen und Stauchungen sowie Intoxikation en wegen übermässigem Alkohol- und Drogenkonsum.

In der Patientensammelstelle Hohe Promenade wurden insgesamt 63 Patienten registriert, die eine längere Betreuung und Überwachung durch Angehörige des Zivilschutzes benötigen – dies betrifft in der überwiegenden Mehrzahl Patienten, die übermässig Alkohol- und oder Drogen konsumiert haben. Dies entspricht einem neuen Rekordwert und übertrifft die Zahl von 2006 (45) bereits um fast die Hälfte. [spac2] Kurz nach 21 Uhr kam es auf der Rathausbrücke noch zu einer Messerstecherei, die für eine Person tödlich endete.


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Stadt ZürichStadt Zürich / 12.08.2007 - 09:55:00