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Stille Nacht – bis es kracht?

Frauenfeld/TG. Über die Weihnachtstage steigt die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt häufig an. Eskalationen könnten mit teils einfachen Massnahmen verhindert werden. Im Normalfall rückt die Kantonspolizei Thurgau rund zweimal pro Tag zu Familien und Partnerschaften aus, weil Gewalt ausgeübt wird.

In der Zeit zwischen Weihnacht und Neujahr verdreifachte sich in den vergangenen Jahren diese Zahl. Polizistinnen und Polizisten kamen vier- bis sechsmal pro Tag zum Einsatz. Stress ist ein häufiger Auslöser für körperliche und psychische Gewaltausübung im häuslichen Bereich. Die Familienmitglieder erleben Druck durch erhöhte Erwartungen, durch Enttäuschungen wegen mangelnder Wertschätzung des finanziellen oder arbeitsmässigen Engagements oder wegen überdurchschnittlicher sozialer Nähe. Niemand geht über die Festtage arbeiten und die anreisenden Verwandten und mit ihnen nicht selten langjährige, nicht verarbeitete Konflikte erhöhen das Stresspotenzial massiv.

Advent als Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten könnte auch eine Zeit sein, in der man sich mental auf die Festtage und deren Herausforderungen einstellt. Es lohnt sich, dass Vater, Mutter und die Kinder Strategien kennen, wie sie mit aufsteigendem Ärger und Stress positiv umgehen können. Das kann ein kurzer Moment an der frischen Luft oder ein Rückzug ins eigene Zimmer sein. Mit solchen Auszeiten wird die Aufmerksamkeit von Situationen abgelenkt, die Ärger und Wut auslösen. Werden vorgängig schon Zeiten eingeplant, wo Selbstfürsorge in unterschiedlicher Form (warmes Bad, Musik hören, Bewegung, Hobby etc.) ihren Platz hat, wächst die Chance, dass schwierige Situationen besser gemeistert werden können.
 

ThurgauThurgau / 17.12.2010 - 11:19:43