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Stiftung unterstützt Volkskunde Museum

Stein. Die Steinegg Stiftung in Herisau und ein Legat unterstützen das Appenzeller Volkskunde Museum mit einer grosszügigen Spende.

Noch im Herbst des vergangenen Jahres war fraglich, ob das Appenzeller Volkskunde Museum in Stein seinen Betrieb im gewohnten Rahmen weiterführen könne. Zusammen mit anderen Sparmassnahmen wurde die Streichung der Stelle des Kurators diskutiert.

Die grosszügige Unterstützung der Steinegg Stiftung, Herisau, und ein Legat ermöglichen nun die professionelle Fortführung des Betriebs und eine Weiteranstellung des Kurators Marcel Zünd während der nächsten 2.5 Jahre. Die Verwaltung des Museums ist über diese private Finanzierung hoch erfreut.

Wie bereits letzten Samstag am Rande berichtet, ist es der Genossenschaft Volkskunde Museum gelungen, die für den Kurator aufzuwendenden Lohnkosten wenigstens vorübergehend von Privaten erhältlich zu machen. Die Steinegg Stiftung und ein Legat des verschiedenen Fred Styger ermöglichen diesen Schritt. Dies nachdem die Verwaltung des AVM in Stein erkennen musste, dass aus dem laufenden Betrieb eine professionelle Führung des Museums nicht finanzierbar ist. Dass nun diese Möglichkeit wenigstens für eine Übergangsphase doch besteht ist sehr zu begrüssen. Die nun zugesagte, ausserordentlich grosszügige Unterstützung der Steinegg Stiftung gibt einerseits dem grossen Rückhalt Ausdruck, welchen das Museum verdankenswerter Weise bei privaten Geldgebern findet. Andererseits ist sie aber auch Beweis dafür, dass die Kuratorenarbeit von Marcel Zünd geschätzt wird. Er hat dem Appenzeller Volkskunde Museum mit seinen innovativen und unterhaltsamen Ausstellungen der letzten Jahre ein neues Gesicht gegeben. Erinnert sei an die ausserordentlich erfolgreichen Ausstellungen „Heuen“ im Jahre 2006, „Sprechende Schränke“ im Jahre danach oder die Ausstellung „so Züüg“, wie sie gegenwärtig mit grossem Erfolg läuft.

Politische Rahmenbedingungen
Auf Anfang des Jahres 2011 hat der Kulturdirektor in Aussicht gestellt, ein neues Museumskonzept in Kraft zu setzen. Es ist zu hoffen, dass dabei auch die politischen Rahmenbedingungen für den Betrieb des Appenzeller Volkskunde Museums noch einmal intensiv diskutiert werden. Vor diesem Hintergrund macht die zeitliche Begrenzung der gegenwärtigen Anstellung des Kurators auch inhaltlich durchaus Sinn.

Neuorganisation
Organisatorisch führt die Finanzierung der Kuratorenstelle von dritter Seite zu einer neuen Aufgabenverteilung. Die betriebliche Leitung gewährleistet in Zukunft die Betriebsleiterin Sandra Nater, welche diese Aufgaben auch zukünftig mit viel Umsicht und Sorgfalt mit einem sehr motivierten Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfüllt. Marcel Zünd ist daneben neu im Halbtagespensum für alles Museale, das heisst, den Bereich Dauer- und Sonderausstellungen und den Bereich Museumspädagogik zuständig. Ausserdem wird er den Kontakt mit den anderen regionalen Museen pflegen.

Neue Pläne für die Dauerausstellung
Im Rahmen der allgemeinen Beurteilung des Betriebes hat die Verwaltung des Appenzeller Volkskunde Museums die Dauerausstellung des Museums als überarbeitungswürdig erachtet. In den letzten rund 20 Jahren des Betriebes sind daran kaum grössere Änderungen vorgenommen worden. Im Rahmen eines neuen Konzeptes, welches gegenwärtig erarbeitet wird, sollen neue Formen der Vermittlung des an sich unverändert wichtigen und spannenden Kulturgutes, welches im Museum zur Ausstellung gelangt, zur Realisierung kommen. Die Ausstellungsobjekte, welche in ihrer Mehrheit der Stiftung für appenzellische Volkskunde gehören, sollen zeitgemässer und interaktiver präsentiert werden und vermehrt Familien auch aus der Region als Besucher ansprechen. Mit einem alle Sinne ansprechenden Darstellungs- und Gestaltungskonzept will das AVM gerade auch lokale und regionale Gäste zu wiederholten Museumsbesuchen animieren. Dass daneben auch die Kooperation mit der Schaukäserei vertieft und das Reka-Dorf in Urnäsch als „Kundenreservoir“ berücksichtigt werden sollen, liegt auf der Hand. Gleichzeitig unternimmt es das AVM aber auch, eine inhaltliche Koordination mit den Museen in Herisau, Urnäsch und Appenzell auszudiskutieren.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 26.06.2008 - 13:05:00