Stiftung und Gemeinde zufrieden
Teufen. Das Grubenmann Haus Eben Ezer bleibt erhalten. Der Käufer ist das Architekturbüro Archplan in St.Gallen.
«Das ehemalige Fabrikantenhaus im Gremm 11, das heutige Eben Ezer, gehört zu den markantesten Gebäuden im Dorfkern», erklärten Rosmarie Nüesch, Initiantin der Stiftung Grubenmann Sammlung, sowie Gabi Bucher, Vizepräsidentin der Stiftung und Präsidentin der Kulturkommission Teufen, an der Pressekonferenz vom vergangenen Donnerstag im Haus Eben Ezer.
«Erbaut wurde das Eben Ezer 1769 von Hans Ulrich Grubenmann für den Leinwandhändler Conrad Walser, wie im Schlussstein des in den 30er Jahren entfernten Portals eingemeisselt war». Spätere Besitzer waren die Fabrikanten Egger-Zürcher, das Töchterinstitut Buser ab 1933 und seit dem Jahre 1974 die Stiftung Waldheim. Arnold Weber, Vizepräsident der Stiftung, führte aus, dass darin bis zu 39 Menschen mit geistiger Behinderung Heimat gefunden hätten.
Heimatschutzgedanken stützen
Schon beim Neubau im Schönenbüel sei dem Heimatschutz Aufmerksamkeit geschenkt worden, so auch jetzt beim Verkauf des Eben Ezer. Ziel sei gewesen, die Liegenschaft unter den heimatschützerischen Aspekten zu erhalten. Dies sei mit den zukünftigen Besitzern, dem Architekturbüro Archplan aus St. Gallen erreicht.
Der Erlös aus dem Liegenschaftsverkauf fliesse vollumfänglich in den in Planung befindlichen Neubau in Walzenhausen, nach Beendigung dessen die Stiftung Waldheim zu den wettbewerbsfähigsten und günstigsten Institutionen im Bereich sozial-heilpädagogische Heime gehöre. Einzige Sorge seien die anstehenden unterschiedlichen Kantonssubventionen, welche den Wettbewerb verfälschen könnten, weshalb die Stiftung Waldheim Leistungsverträge anstrebe.
Bruno Dürr vom Architekturbüro Archplan umriss kurz die Zukunft des Eben Ezer. Geplant sind sieben Wohneinheiten im Stockwerkeigentum unterschiedlicher Grösse zwischen 120 und 180 Quadratmeter, respektive mit 4.5- bis 7.5-Zimmern. Dies wird erreicht durch den Abriss des nicht erhaltenswerten Anbaus, der Erhaltung des «Waschhauses» als Einfamilienhaus sowie eines ortsbildangepassten freistehenden Neubaus an Stelle des Anbaus.
Käufer mit Erfahrung im Heimatschutz
Das in Sachen Heimatschutz erfahrene Architekturbüro sieht darin eine Aufwertung des Ensembles mit dem Grubenmannhaus, dessen ehemalige Zweiteiligkeit noch hervorgehoben werden soll. Reaktivierung erfährt zudem der Platz mit dem Brunnen. Betreut wird das Projekt vom einheimischen Architekten HTL Sascha Koller. Gemäss Grobzeitplan findet der Hausrückbau über diesen Winter statt, Aushubbeginn wird anfangs nächstes Jahr sein.
Das Bauende wird auf Frühling/Sommer 2009 angenommen. Gemeindepräsident Gerhard Frey stellte fest, dass die Ortsbildzone an der hinteren Fassade des Eben Ezer ende. In jüngster Zeit sei die Liegenschaft zonenmässig der Umgebung angepasst und von der Zone öffentliche Bauten und Anlagen in die Wohn- und Gewerbezone umgezont worden. Für die öffentliche Hand seien die Pläne von Archplan St. Gallen erfreulich, weil die Liegenschaft weiter bewohnt würde. Es gäbe ein Daheim für sieben Familien und die Stiftung Waldheim erhalte nach dem Verkauf, der Ende Oktober geplant sei, finanzielle Mittel, um ihr Kerngeschäft erfüllen zu können.



























