
Stiftung Lokremise St.Gallen ist gegründet
St.Gallen. Kanton und Stadt St.Gallen haben heute gemeinsam die Stiftung Lokremise St.Gallen gegründet.
Die Stiftung hat zum Ziel, die Lokremise als überregional ausstrahlendes, spartenübergreifendes Kulturzentrum (mit Tanz, Theater, Film und Kunst) für die Ostschweiz zu etablieren. In der Stiftung arbeiten der Kanton, die Stadt St.Gallen und die Partnerinstitutionen Konzert und Theater St.Gallen, Kinok St.Gallen und Kunstmuseum St.Gallen zusammen.
«Die Gründung der Stiftung Lokremise ist ein wichtiger Schritt hin zum geplanten spartenübergreifenden Kulturzentrum», führte Regierungsrätin Kathrin Hilber bei der Beurkundung der neuen Stiftung Lokremise St.Gallen im Hofkeller des Regierungsgebäudes aus. Für die Stiftungsgründung sei nicht nur das partnerschaftliche Engagement von Kanton und Stadt sowie der beteiligten Kulturinstitutionen, sondern auch die Unterstützung privater Unternehmen und Institutionen notwendig gewesen.
Durch die Einbindung von Kanton und Stadt St.Gallen, der drei Partnerinstitutionen sowie verschiedener Persönlichkeiten aus dem Kultur-, Wirtschafts- und Bildungskontext werde die Trägerorganisation des Kulturzentrums sowohl politisch, kulturell, wirtschaftlich als auch touristisch breit abgestützt und mit spezifischem betriebswirtschaftlichen und kulturellem Fachwissen versehen.
Breit abgestützte Trägerorganisation
Die Stiftung ist so organisiert, dass kurze, unkomplizierte Entscheidungswege ein partnerschaftliches Zusammenwirken in der Lokremise unterstützen. Gerade in der Aufbauphase, in der es die Strategie des Kulturzentrums zu verfeinern und zu festigen gilt, wird eine solche Verschmelzung mit entsprechend flachen Hierarchien als Vorteil angesehen, wie Regierungsrätin Kathrin Hilber erklärte. Die Hauptverantwortung für die Trägerschaft übernimmt der Kanton, der die in seinem Eigentum stehende, sanierte und umgebaute Lokremise der Stiftung unentgeltlich zur Nutzung zur Verfügung stellt.
Die Stadt St.Gallen leistet als Mitstifterin einen Beitrag von 1 Millionen Franken an das Stiftungskapital. «Damit will die Stadt die Wichtigkeit des Kulturzentrums Lokremise für die Region klar dokumentieren», erklärte Stadtpräsident Thomas Scheitlin. Weitere Stiftungsmittel werden durch interessierte Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen aus der Region geleistet.
Der Stiftungsrat setzt sich für seine erste Amtsperiode wie folgt zusammen: Der Kanton wird durch Regierungsrätin Kathrin Hilber (Präsidentin des Stiftungsrates), Dr. Markus Rauh und Katrin Meier, Leiterin Amt für Kultur, vertreten. Als Vertreter der Stadt St.Gallen nimmt Stadtpräsident Thomas Scheitlin Einsitz im Stiftungsrat. Die Partnerinstitutionen werden durch Werner Signer (Geschäftsführender Direktor der Genossenschaft Konzert und Theater St.Gallen), Sandra Meier (Präsidentin Verein Kinok) und Roland Wäspe (Direktor Kunstmuseum St.Gallen) vertreten. Ferner gehört René Romanin, Präsident von St.Gallen-Bodensee-Tourismus und Vorstandsmitglied der Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell (IHK), dem Stiftungsrat an.
Umbau beginnt im Sommer
Die Stiftung hat zum Ziel, die Lokremise als spartenübergreifendes Kulturzentrum zu etablieren. Sie wird die Räumlichkeiten der Lokremise den Partnerinstitutionen für Aufführungen, Ausstellungen und «Artist in Residence»-Programme sowie Dritten für Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Bildung, Politik und Wirtschaft oder für private Anlässe zur Verfügung stellen und für die Nutzung der Gastroeinrichtung in der Lokremise sorgen.
Die Stiftung wird ferner die Partnerinstitutionen bei der Entwicklung und Realisierung gemeinschaftlicher Projekte unterstützen und dabei helfen, die Interessen der verschiedenen Nutzerinnen und Nutzer zu koordinieren.
Als nächster Meilenstein steht der Start der Sanierungs- und Umbauarbeiten Anfang Juli 2009 an. Am 30. November 2008 hatten die St.Galler Stimmberechtigten dem Erwerb und Umbau des Kulturzentrums Lokremise zugestimmt und einen Kredit von 22,64 Millionen Franken bewilligt. Die Eröffnung des neuen Kulturzentrums ist für Herbst 2010 geplant.