Steuersenkung um 0.2 Einheiten
Heiden. Die wirtschaftliche Situation lässt optimistische Einschätzungen zu: Die Gemeinde Heiden senkt die Steuern.
Der Voranschlag 2008 der Gemeinde Heiden weist für die Laufende Rechnung einen Aufwand von Fr. 18’740’800.00 aus, einen Ertrag von Fr. 19’177’800.00 und damit einen Ertragsüberschuss von Fr. 437’000.00. Der Voranschlag basiert auf einer spürbaren Steuersenkung von 4,3 auf 4,1 Einheiten beim Steuersatz für natürliche Personen.
Dem Beschluss des Gemeinderates für eine Steuersenkung um 0,2 Einheiten liegen folgende Überlegungen zugrunde: Die Auswirkungen von NFA/KFA-Umsetzung und Steuergesetz sind jetzt in den groben Zügen nachvollziehbar und ergeben für die Gemeinde Heiden ein günstiges Resultat.
Auch wenn der «Härteausgleich» für die Ausfälle aufgrund der aktuellen Steuergesetzrevision des Kantons in den Folgejahren geringer ausfallen und später ganz wegfallen wird, lässt die momentane wirtschaftliche Lage eine optimistische Haltung zu. Durch eine Straffung des Investitionsplanes im Frühling 2007 hat der Gemeinderat den Weg für eine Steuersenkung geebnet.
Eine zentrale Grösse beim Erstellen eines Voranschlags ist der mutmassliche Ertrag aus Steuereinnahmen. Die Voraussage des Steuerertrages ist schon in «normalen» Jahren nicht einfach, können doch viele nicht vorhersehbare Faktoren zu unerwarteten Ergebnissen führen.
In Jahren mit einer Steuergesetz-Revision gestaltet sich diese Aufgabe nochmals um einiges schwieriger. Dies ist auch für das Jahr 2008 der Fall. Die im Oktober 2007 zur Abstimmung aufliegende Teilrevision des Steuergesetzes bringt Erleichterungen für natürliche und eine Halbierung des Ertrages der juristischen Personen mit sich.
Tatsache ist aber auch, dass in den vergangenen Jahren der Steuerertrag immer zu pessimistisch berechnet wurde und das tatsächliche Ergebnis die jeweiligen Voraussagen deutlich übertraf. Auch die 2007 bisher fakturierten Steuern lassen den Schluss zu, dass das vorausgesagte Ergebnis übertroffen wird.
Die Berechnungen für 2008 gehen demnach von einem höheren als budgetierten Ertrag für 2007 aus. Davon werden die vom Kanton berechneten Ausfälle der Steuergesetz-Revision in Abzug gebracht. Die optimistisch beurteilte Zuwachsrate 2008 baut auf die gute wirtschaftliche Entwicklung in der Gemeinde Heiden, der erhofften Bevölkerungszunahme sowie der aufgrund der tiefen Steuern für juristische Personen erwarteten Ansiedlung neuer Firmen.
Zusammen mit dem Budget 2008 wurden auch das Investitionsprogramm und der Finanzplan für die Jahre 2009-2012 erarbeitet. Aufgrund dessen ist zu erwarten, dass die beträchtliche Steuersenkung einige Jahre beibehalten werden kann.



























