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Steuergeschenke für Grossaktionäre?

TG/SG. In einem Interview diskutieren SVP-Nationalrat Peter Spuhler und SP-Nationalrat Paul Rechsteiner heftig über die KMU-Reform vom 24. Februar.

Nichts schenken sie sich, die beiden Herren Peter Spuhler (SVP) und Paul Rechsteiner (SP). In einem Interview im «St.Galler Tagblatt» debattieren sie heftig über die Steuerreform, über welche am 24. Februar abgestimmt wird. Die Reform soll welche Klein- und Mittelunternehmen (KMU) entlasten und steuerliche Hindernisse vermeiden. Der Unternehmer Spuhler begrüsst dies, da heute Arbeitnehmer gegenüber Investoren immer noch massiv bevorzugt werden.

Mit der Reform möchte man Dividenden steuerlich bevorzugen, doch dies hätte negative Aspekte für die AHV. Rechsteiner: «Wenn es sich für einen Unternehmer lohnt, anstatt Lohn vermehrt Dividenden auszuzahlen, weil diese steuerlich bevorteilt sind, sinken die Einnahmen für die AHV.» «Klar, durch diese Besteuerung läuft man Gefahr, dass zu viel Dividenden ausgeschüttet werden. Doch dann gibt es immer noch die Steuerbehörden, welche einen zur Rechenschaft ziehen können», so Spuhler, der mit der Stadler Rail Group die Bedürfnisse der KMU’s kennen sollte.

Heute wird ein Arbeitnehmer zu maximal 40 Prozent besteuert. Laut Spuhler viel zu wenig: «Ein Unternehmer, der Wohlstand und Arbeitsplätze schafft, wird zwischen 55 und 60 Prozent besteuert.» Je moderater die Doppelbelastung ausfalle, desto mehr Geld hätte der Unternehmer für solche Engagements. Das schaffe Arbeitsplätze. Rechsteiner kontert, indem er glaubt, dass mit dieser Steuerreform gerade einmal Grossaktionäre bevorzugt werden. «Das hat nichts mit Wachstumsförderung zu tun. Die Investoren werden ins Ausland gehen.»

Das «St.Galler Tagblatt» will zum Abschluss wissen, was denn gegen diese Vorlage spricht, da die SP gerade KMU’s unterstützt. «Es geht um Steuergeschenke für Grossaktionäre auf dem Buckel aller anderen», so Rechsteiner. Was spricht denn dafür, Herr Spuhler? «Bei den Kapitalgesellschaften wir die Ungerechtigkeit bei der Besteuerung von Unternehmen im Vergleich zu Arbeitnehmern reduziert.»

ThurgauThurgau / 25.01.2008 - 18:47:00