Sternä-Beizli und Wiänachts-Lädeli
Gais. Zum zweiten Mal führen Hans Konrad und Annemarie Bodenmann ihr Sternä-Beizli mit Wiänachts-Lädeli im oberen Hofgut in Gais. Sie bieten Christbäume, Holzarbeiten und Liköre an und bewirten ihre Gäste noch bis am 4. Januar 2009.
Das Sternä-Beizli mit Wiänachts-Lädeli hoch über der Klinik Gais an der Gäbrisstrasse gelegen, wird mit viel Liebe von Hans Konrad und Annemarie Bodenmann und ihren Kindern betrieben; zum zweiten Mal in der Adventszeit und noch bis am 4. Januar 2009. Alles begann mit dem Stallneubau 1990, der die Familie zum Nebenerwerb zwang. So übernahm Hans Konrad Bodenmann die Arbeit als Bannwart der Koorporation Rotenwies, wo er unter vielem anderen auch Christbäume aus dem Koorporationswald verkaufte.
Talente der Familie einbringen
Schon seit seiner Lehre fertigte Sohn Röbi als gelernter Forstwart und Landwirt Holzarbeiten. Diese ergänzten den Christbaumverkauf im vergangenen Jahr. Beliebt waren nicht nur die Holzsterne und –herzen, sondern auch die Holztannen. Zum Teil erfüllte Röbi Bodenmann Spezialaufträge, wie einen Bartisch mit Höckern. Auch Tochter Margrit, die eine Kochlehre abschloss und derzeit die zweite Wintersaison bei Jöhris in Talva bei St. Moritz arbeitet, trug zum Sternä-Beizli mit Wiänachts-Lädeli mit und stellte zusammen mit der jüngeren Schwester Annelies, sie absolviert derzeit die Kochlehre in Gais, sowie ihrer Mutter elf Likörsorten her. Darunter sind neben dem gängigen Eierlikör auch Gaiser Spezialitäten wie Tannen- oder Lärchenlikör zu finden. Mutter Annemarie selbst arbeitete bis vor zwei Jahren im Service und brachte ihr Wissen auf ihrem Gebiet mit in das Sternä-Beizli ein. Auch der jüngste Sohn Konrad hilft überall mit.
Garage zur Beiz umfunktioniert
Für die Adventszeit und bis kurz vor dem Drei-Königstag entstand deshalb in Gais im vergangenen Jahr erstmals das Sternä-Beizli mit Wiänachts-Lädeli. Im reichhaltigen Angebot finden sich neben den edlen Likören aus frischen Früchten, den professionellen Holzarbeiten auch rustikale Kerzenständer, wunderbare Holzherzen, ein Holztisch, eine Holzbar sowie Arrangements und Plüschkuhkissen. Diese mit viel Herzblut hergestellten Geschenksartikel sind in einem eigens dafür konstruierten rustikalen Vorbau. Dahinter befindet sich das eigentliche Beizli mit zwanzig Plätzen zum Essen. Bei schönem Wetter besteht auch die Möglichkeit, sich an Festbänken vor dem Haus zu sonnen und dabei ein feines Essen wie Fitnessteller oder aber Fleischkäse und Käse zu geniessen. Eine Spezialität des Sternä-Beizlis ist das Käsefondue ab zwei Personen, das allerdings vorbestellt werden muss. Wanderer, Besucher aus nah und fern aber auch Vereine sind herzlich willkommen.
Einheimische unterstützen
Hans Konrad und Annemarie Bodenmann sind sich einig, eine Besenbeiz wird ihr Sternä-Beizli nie. „Wir öffnen am ersten Advent und schliessen kurz vor dem Dreikönigstag. Dafür arbeiten wir diese gut sechs Wochen durch und bewirten unsere Gäste ab neun Uhr morgens. Die Lebensmittel, die wir benötigen, kaufen wir in unserem Dorf ein. Es ist uns wichtig, unsere Dorfläden zu unterstützen und unsere Landwirte. Einzig der rote und weisse Wein ist nicht einheimisch, ein Fläscher.“ Dazu kam es, weil Tochter Margrit in Fläsch arbeitete und im vergangenen Jahr beim Start des Sternä-Beizli den Wein gleich mitbrachte. Geöffnet ist das Beizli bis der letzte Gast gegangen ist. Sollte das Garagenlokal um halb Zehn am Abend leer sein, wird geschlossen, wenn sich niemand telefonisch angemeldet hat. Per Auto ist das Sternä-Beizli mit Wiänachts-Lädeli über die Gäbrisstrasse erreichbar. Diese ist an Werktagen offen, am Samstag von 13 bis 18 Uhr und an Sonn. Sowie Feiertagen von 7 bis 18 Uhr jedoch geschlossen, dann gilt es den romantischen Weg mit Sicht auf den Säntis zum Sternä-Beizli zu Fuss zurückzulegen.



























