Stellenetat des Sozialamts Herisau wird erhöht
Herisau/AR. Der Gemeinderat hat dem Sozialamt 130 zusätzliche Stellenprozente und der Alimentenhilfe befristet 30 Prozente bewilligt.
Damit soll die Überlastung abgebaut und auf die wirtschaftliche Entwicklung reagiert werden. Die Massnahmen dürften sich, unter anderem dank höheren Rückerstattungen, für die Gemeinde auch finanziell positiv auswirken.
Das Sozialamt ist seit längerem unterdotiert. Pro Tag sind unangemeldet durchschnittlich 62 Kurzberatungen durchzuführen und Auskünfte zu erteilen, der Aufwand für die Kranken-kassenabrechnungen ist gross und vor allem wurde wegen Personalmangels die Bewirtschaf-tung der Rückerstattungen vernachlässigt, was sich für die Gemeinde finanziell negativ auswirkt. Dies wurde im Bericht 2008 der Geschäftsprüfungskommission beanstandet.
Dazu kommen seit Anfang Jahr die Auswirkungen der Wirtschaftskrise: Die Zahl der Neuaufnahmen hat sich im Sozialamt im Vergleich zur Vorjahresperiode um 33 Prozent erhöht. Eine Reintegration der Betroffenen ist aufwändig, wirkt sich aber für die Gemeinde schliesslich positiv aus, wenn sie gelingt.
Der Gemeinderat hat deshalb an seiner letzten Sitzung beschlossen, den Stellenetat des Sozialamts um 130 auf 540 Prozent zu erhöhen. Die Alimentenhilfe wird befristet bis Ende Jahr um 30 Prozent aufgestockt, ebenfalls mit dem Hintergedanken, den Rückfluss ausbezahlter Mittel zu erhöhen. Weitergehende Gesuche um Stellenerhöhungen hat der Gemeinderat auf den Budgetierungsprozess 2010 verwiesen oder abgelehnt.
Ferner werden die Büros der Sozialen Dienste künftig für den Publikumsverkehr an zwei Halbtagen pro Woche geschlossen, um die Effizienz der Arbeit zu steigern.



























