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Steht die ASTAG vor einem Strategiewechsel?

Fast auf den Tag genau drei Jahre nach dem Spatenstich hielten die Mitglieder der ASTAG Sektion Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein am 15. September ihren Sektionshöck in der AFG Arena ab.

In mehreren Gruppen wurde den rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des diesjährigen Sektionshöcks das imposanteste Bauwerk im Westen von St.Gallen näher gebracht. Dies geschah einerseits mittels eines Rundgangs und anderseits durch eine Filmvorführung. Diese – bereits etwas veraltet – gewährte noch einmal Einblicke ins «ehrwürdige» Espenmoos, die Meisterfeier und liess zwei Spieler sowie einen Verwaltungsratspräsidenten der FC St.Gallen AG zu Wort kommen, die mittlerweile ihren Platz geräumt haben.

Beim einstündigen Rundgang erfuhren die Transportunternehmer und Chauffeure nicht nur, wo sie ihre Gefährte bei einer allfälligen Lieferung in die AFG Arena hinsteuern müssen, sondern erhielten auch Hintergrundinformationen zu Eckpunkten des Baus. Unter anderem, wieso der Whirlpool der Heimmannschaft nur für sechs Personen konzipiert wurde: Bademöglichkeiten für mehr als ein halbes Dutzend würden die Anwesenheit eines Bademeisters erforderlich machen, heisst es in den Vorschriften.

Antrag auf Nichteintreten
Auf Vorschriften kam in seiner Begrüssungsrede vor dem Abendessen auch Präsident Roman Holenstein zu sprechen. Es stehe ein «heisser» Herbst in der Schweizer Politik bevor. Kein Wunder: Als eines der ersten Geschäfte der Herbstsession der National- und Ständeräte ist die Güterverkehrsvorlage traktandiert. Sie regelt die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene und stellt das Ausführungsgesetz zum Alpenschutzartikel dar. Die Haltung der ASTAG ist klar: «Primär unterstützt sie den Antrag auf Nichteintreten der Vorlage und Zurückweisung an den Bundesrat», so Roman Holenstein.

Gelinge dies nicht, werde man versuchen, den Binnenverkehr auszuklammern. «Es kann nicht sein, dass zum Beispiel die Versorgung ins Tessin gefährdet und die Schweizer Wirtschaft zusätzlich behindert wird», unterstrich der Sektionspräsident.

Dem Gesamtbundesrat sauer aufgestossen
Auch das Thema der LSVA und der Abklassierung der Euro3-Fahrzeuge griff Holenstein auf. Im Sommer hat die ASTAG informiert, dass man mit Bundesrat Merz kurz vor einem Kompromiss stehe. Die Abklassierung sollte um zwei Jahre verschoben werden, und im Gegenzug hätte die ASTAG auf weitere Einsprachen gegen die LSVA-Erhöhung verzichtet. «Es sah lange Zeit auch gut aus», führte Holenstein aus, «doch dann ist dem Gesamtbundesrat sauer aufgestossen, dass unser Präsident Adrian Amstutz um unsere Investitionen zu schützen eine Motion eingereicht hat, mit der Forderung, dass neue LKW für zehn Jahre in der besten Abgabeklasse bleiben müssen.»

Weiteres Vorgehen noch unklar
Noch ist in dieser Sache nichts beschlossen. Es sieht laut Holenstein aber so aus, als sei die Abklassierung nicht zu verhindern. Die ASTAG lasse sich aber weiterhin alle Türen offen und werde nach der Session nochmals mit Bundesrat Merz Gespräche führen. Dann wird vom Zentralvorstand auch entschieden, wie das weitere Vorgehen aussehen könnte. Holenstein: «Allenfalls müssen wir auch unsere Strategie wechseln. Vielleicht macht es keinen Sinn weiter für Konsumenten und Wirtschaft zu kämpfen, sondern es ist einfacher klar zu machen, dass in Kürze die Produkte teurer werden, weil wir die LSVA auf die Produktepreise überwälzen müssen.»


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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 17.09.2008 - 08:20:00