• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Ständerat: Geteilte Meinungen

Appenzell. Nach wie vor gehen bei appenzell24.ch Diskussionsbeiträge rund um die Ständeratswahl in Innerrhoden ein.

Eine junge Kandidatur für den Ständerat? Und dann vielleicht noch mit einem Neupolitiker, der aber über Bekanntheit verfügt wie beispielsweise der TV-Journalist Marco Fritsche? In Appenzell Innerrhoden wird fleissig über den «exotischen Vorschlag diskutiert. Am Mittwoch, 25. April wird in den Wochenzeitungen «Herisauer Zeitung» / «Appenzeller Rundschau» sowie auf appenzell24.ch das Geheimnis um eine mögliche Kandidatur gelüftet. [space] Hier geht es zu den früheren Reaktionen sowie zum ersten Artikel. Per E-Mail unter redaktion@appenzell24.ch nehmen wir auch noch weitere Stimmen entgegen.

Und hier verschiedene Reaktionen aus Leserkreisen:

[space] «Marco Fritsche nach Bern. Das wäre eine Option für die Jungen in Appenzell und für die ostschweizerischen Anliegen. Es wird sich zeigen, ob junge Leute solidarischer sind mit Jungen als bisher Frauen mit Frauen. Um Filz aufzubrechen und gegen Beeinflussung durch hinterhältig Mächtige im Parlament bräuchte es Mitmenschen von der Qualität Fritsches. Letzterer könnte sich den Grünliberalen anschliessen beziehungsweise diese stärken, die Ökologie mit Wirtschaftsvernunft kombinieren und Auswege aus dem Links-Rechts-Schema suchen.

Beim Entscheid an der Landsgemeinde bewegt mich folgender Spagat: Als ehemals in Bildung und Ausbildung Tätiger überzeugt mich Ivo Bischofberger, Rektor Gymi Appenzell. Im Bereich Mittel- und Hochschulen stehen wichtige Weichenstellungen an. Da wäre er unser beste Mann. – Bei der Umsetzung NFA ist der abtretende, erfolgreiche Säckelmeister und Geschäftsmann Paul Wyser nach wie vor landesweit (genauer schweizweit) der beste Mann, um diese bedeutende Neugestaltung des Finanzausgleichs mit der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen zu einem (auch für die Innerrhoder) guten Ende zu führen, sowie zu verhindern, dass die grossen, starken Kantone die kleinen oder schwachen über den Tisch ziehen.

Um der in wenigen Jahren gewaltig geforderten jungen Generation eigene Meinungsträger mit klarem Kopf zu sichern, wäre Fritsche der richtige Appenzeller. Da aber Ständeratswahlen anstehen, sind für mich Bischofberger und Wyser valabel. Als Nachfolger von Loepfe im Nationalrat wünschte ich mir einen sorgfältigen, seriösen Aufbau von Fritsche.»

«In meinen Augen ist es tätsächlich auch schade, dass sich für die Jugend in Appenzell keine Alternative bietet. Ob Marco Fritsche die richtige Person wäre, weiss ich nicht. Fest steht aus meiner Sicht jedoch, dass die Chancen für einen jungen Herausforderer äusserst klein sind. Wie ich bei der Wahl für einen neuen Landesfähnrich (Katja Gmünder vs. Melchior Looser) beobachten konnte, stimmten selbst damals viele junge StimmbürgerInnen für die (wesentlich) ältere Person. Das Alter scheint für junge AppenzellerInnen überhaupt kein Argument zu sein, einen Kandidaten zu unterstützen.

Einer jungen Kandidatur würde ich sicherlich meine Stimme geben. Aber das ganz würde an der Landsgemeinde nur belächelt und völlig untergehen. Eher würde ich es begrüssen, wenn bei den Nationalratswahlen im Herbst (vs. Löpfe) ein junger Kandidat sich aufstellen lassen würde. Nicht um die Wahl zu gewinnen, sondern um die Proteststimmen zu sammeln und aufzuzeigen, dass es auch junge Interessen in AI gibt.» Daniel Inauen, Schlössli, Appenzell

Natürlich ist es möglich, einen jungen Kandidaten aufzustellen, aber es braucht doch zweifellos einen fähigen! Und nur die Eigenschaft, ein loses Mundwerk zu besitzen, ist noch lange kein Fähigkeitsausweis. Ich möchte auf keinen Fall Marco Fritsche in ein schlechtes Licht rücken, aber er soll doch bitte beim Fernsehen bleiben! Es kann doch nicht sein, dass eine Person nur wegen ihrer Popularität und Präsenz in den Medien gewählt wird, ohne auf dessen Fähigkeiten zu achten! Sind wir bereits soweit wie die Amerikaner, die den Terminator als Gouverneur wählen? Im Weiteren zweifle ich an den Initianten, wer sind diese Jugendlichen aus Appenzell? Ich bin auch jung und bestimmt kein Stubenhocker, doch habe ich noch keine Silbe über ein solches Vorhaben vernommen! Ist das ganze eine Inszenierung? Michael Rusch, Jahrgang 1986

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 23.04.2007 - 18:28:00