Stadtrat lobte eindrücklichen Einsatz
Walzenhausen. Bis Montag verbrachten die Bewohner des Alters- und Pflegeheim Kloos in Rheinfelden Ferien in den Gästehäusern Sonneblick in Walzenhausen.
Sie arbeiten Hand in Hand, das Mitarbeiterteam des Alters- und Pflegeheims Kloos, Rheinfelden, sowie der Zivilschutz ZSO Unteres Fricktal und ermöglichen damit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Altersheims acht spannende Ferientage im Appenzellerland. Laut Altersheimleiter Roberto Wolpert fand bereits vor dem Jahr 2004 eine Zusammenarbeit im Altersheim selbst mit der ZSO statt. Die ZSO-Männer Unteres Fricktal arbeiteten wochenweise im Altersheim, um mit den Klienten einzukaufen, ihnen vorzulesen, sie auf Spaziergängen zu begleiten, kurzum für die älteren Mitmenschen ein offenes Ohr und Zeit zu haben.
Ferien mit Hilfe der ZSO
Im Jahre 2003 begannen dann die einjährigen Vorbereitungen unter der Stabsleitung von Karl Bachmann, um die Zusammenarbeit von ZSO und Altersheim zu koordinieren, damit das gesamte Altersheim in die Ferien verreisen konnte, standen im Kloos doch umfassende Parkett-Renovationsarbeiten an. Aus diesem einmaligen Projekt wurde Tradition. In der vergangenen Woche verbrachte die Kloos-Familie inklusive Pflege- und Küchenteam zum dritten Mal Ferien im Sonneblick in Walzenhausen. Auf dem Programm standen Ausflüge in die nähere Umgebung, so auch eine Schiffsfahrt auf dem Bodensee. Am Samstag lud das Altersheim Kloos zum Besuchertag ein. Trotz Regenwetter fanden neben Verwandten und Mitarbeitern Stadtrat Werner Hassler, Departement Sicherheit, Gerhard Zumsteg, Zivilschutzkommandant ZSO Unteres Fricktal, sowie Initiant Karl Bachmann den Weg ins Appenzellerland. Werner Hassler dankte den dreizehn Mannen der ZSO Unteres Fricktal für ihren Einsatz und unterstrich, dass sie mit diesem Einsatz etwas für’s Leben mitnähmen. Peter Käufeler aus Jona, seine Mutter wohnt im Altersheim Kloos, dankte namens der Angehörigen und erklärte, dass Angehörige wohl immer ein schlechtes Gewissen hätten, wenn sie ihre Eltern ins Altersheim geben müssten. Ein Besuch hier aber gebe ihm das Gefühl, dass es der Mutter gut gehe, nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit zwischen Zivilschutz und Mitarbeiterstab.
Zivilschutzeinsätze Standard im Land
Peter Käufeler, Ausschusspräsident der Behindertenstiftung Balm in Rapperswil-Jona, vertritt vehement die Meinung, dass der Einsatz des Zivilschutzes gerade für Projekte wie Altersheimferien in der Schweiz Standard sein sollten. „Wir müssen es schaffen, dass so etwas überall möglich wird in unserem Land. Dazu braucht es Leute, die den Level haben, Schwerpunkte zu setzen und dazu zu stehen, dass dies uns, der Gesellschaft, wichtig ist. Eine politische Karriere ist mit dieser Einstellung aber nicht zu machen, eine Wahl nicht zu gewinnen.“ Dazu Werner Hassler: „Es geht um Menschen. Für mich ist das matchentscheidend. Alte Leute haben es nicht immer einfach. Deshalb ist es wichtig, dass wir ihnen Freude bereiten können. Diese Ferien sind eine Möglichkeit dazu. Auf der anderen Seite beweisen die dreizehn jungen Leute des ZSO Unteres Fricktal auf sehr eindrückliche Art und Weise genau das Gegenteil der landläufig weit verbreiteten Meinung von jungen Menschen, die sich angeblich für nichts interessierten und einsetzten. Es ist erstaunlich, wie gut diese jungen Männer ihre Arbeit leisten.
Gute Leitung und Ethik im Sonneblick
Roberto Wolpert doppelte nach, dass Ferienwochen nur dank der guten Verankerung in Rheinfelden und grosszügiger Spenden möglich seien. Im Sonneblick in Walzenhause stimme nicht nur die Atmosphäre, Hausleiter Adrian Keller vertrete die gleiche soziale Einstellung und Ethik wie er. Um eine Ferienwoche mit allen Bewohnern durchzuführen, sei eine aufwendige Organisation notwendig. Ausserdem gelte es, das Mitarbeiterteam dafür zu motivieren, mit nur einem Freitag acht Tage durchzuarbeiten und das nicht nur acht Stunden am Tag. Zunehmend schwieriger werde dies für Familienväter und –mütter mit schulpflichtigen Kindern. Sein Dank galt deshalb seinem engagierten Mitarbeiterteam. Ab 2010 bestünde laut Wolpert und Bachmann gar die Möglichkeit, dass die Ferien im Sonneblick in Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz jährlich durchgeführt würden.



























