Stadtrat legt Arbeitsschwerpunkte fest
Gossau/SG. In die Mehrjahresplanung bis 2012 hat der Stadtrat 67 Vorhaben aufgenommen.
Das Spektrum reicht von der Sportstättenplanung über ein städtisches Glasfasernetz bis zur Umsetzung des Kulturkonzeptes. Das Parlament berät derzeit die Leitsätze der Stadtentwicklung Gossau für die nächsten Jahre. Bereits hat der Stadtrat die Schwerpunkte seiner Arbeit in den bevorstehenden dreieinhalb Jahren festgelegt. Die Mehrjahresplanung bis 2012 enthält 67 Projekte aus den fünf Ressorts.
Eigenes Stadion oder AFG-Arena?
Ein knappes Drittel aller Vorhaben betrifft die Abteilung «Inneres Finanzen Kultur». Darunter sind einige Arbeiten, welche noch in der letzten Amtsperiode eingeleitet worden sind. Beispielsweise die Sportstättenplanung, bei welcher auch zu entscheiden sein wird, ob Gossau ein Kleinstadion für nationalen Spitzenfussball baut oder zu welchen Bedingungen der FC Gossau in der AFG-Arena spielen könnte. Bis spätestens 2012 soll nebst Gossau-Ost ein zusätzliches Gewerbe-Industriegebiet entwickelt sein, entweder im Gebiet Sommerau oder im Gebiet Moosburg. Weiter sollen wesentliche Teile des Kulturkonzeptes umgesetzt werden. Schliesslich ist grundsätzlich zu klären, wie der Fürstenlandsaal mit einem angemessenen Foyer ergänzt werden kann.
Sanierungsbedarf in Schulanlagen
Die Abteilung «Bildung Sport» hat acht Vorhaben auf dem Programm. Darunter finden sich einige Anpassungen interner Abläufe und der Vollzug kantonaler Vorgaben. Nach dem Bezug des Oberstufenzentrums Buechenwald werden verschiedene Schulanlagen baulich saniert. Im Schulsport sollen die Gossauer Sportvereine vermehrt einbezogen werden. Dies könnte soweit gehen, dass qualifizierte Sportvereine Aufgaben im obligatorischen Schulsport übernehmen.
Die Mehrjahresplanung der letzten Amtsdauer war stark von Verkehrsthemen geprägt. Diese Dominanz besteht nicht mehr. 15 Vorhaben finden sich in der Abteilung «Bau Umwelt Verkehr», wobei auch hier einige begonnene Vorhaben weitergeführt werden. Ein Beispiel dafür ist die bessere Sauberkeit im öffentlichen Raum. In diesem Projekt dürften Abfallkonzepte und Mehrweg-Systeme für Anlässe auf städtischem Grund einen Schwerpunkt bilden. Bis 2010 soll auch die Raumsituation der Volksbibliothek geklärt sein.
Regionale Vormundschaftsbehörde
Ebenfalls 2010 soll die Stimmbürgerschaft entscheiden können, ob Gossau ein flächendeckendes Glasfasernetz erstellt und betreibt. Dies ist eines von zwölf Vorhaben der Abteilung «Versorgung Sicherheit». Auch ist beabsichtigt, bei der nächsten Bestätigung als Energiestadt den «European Energy Award Gold» zu erhalten. Damit würde Gossau zu den vorbildlichsten Energiestädten der Schweiz zählen.
Vorbildliches ist auch in der Abteilung «Jugend Alter Soziales» geplant. Schon diesen Herbst soll ein Entsorgungsfachmarkt seine Türen öffnen, welcher zugleich Beschäftigungsstätte für stellenlose Jugendliche und Ausgesteuerte ist. Im Vormundschaftsrecht rüstet sich die Stadt Gossau bereits jetzt, um ab 2012 eine regionale Vormundschaftsbehörde führen zu können.



























