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Stadtpolizei deckt Züri-Sack-Fälschungen auf

Zürich. in 37-jähriger Mann hat während mehrerer Monate tausende von gefälschten Kehrichtsäcken von Serbien in die Schweiz geschmuggelt und hier verkauft.

Am Montag 13. April 2009, kontrollierten Schweizer Grenzwächter beim Grenzübergang St. Margrethen einen von Serbien herkommenden Reisecar. Dabei fielen den Beamten im Laderaum des Cars acht Kartonschachteln auf, welche in serbischer Sprache beschriftet waren. Bei der genaueren Kontrolle wurden mehrere hundert gebührenpflichtige Abfallsäcke der Stadt Zürich gefunden. Als die Zöllner im Car nachfragten, erklärte ein ca. 40-jähriger serbischer Reisebegleiter, dass er die Säcke für den Abfall der Reisenden gebrauche. Es stellte sich natürlich sofort die Frage nach der Echtheit der Abfallsäcke. Aufgrund der unklaren Sachlage wurden die 1800 Säcke beschlagnahmt. Daraufhin wurde für die weiteren Abklärungen die Stadtpolizei Zürich eingeschaltet. Die weiteren Abklärungen bei Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) ergaben, dass es sich tatsächlich um gefälschte 35-Liter-Säcke handelt. Ein solcher Züri-Sack kostet im Verkauf rund 2 Franken.

Bei den Ermittlungen der Detektive stellte es sich rasch heraus, dass der betroffene Reisebegleiter nur eine Nebenrolle spielte und diese Säcke in Serbien entgegengenommen hatte, um sie dann in der Schweiz an seinen Auftraggeber weiter zu geben. Die Spur führte dann in einen anderen Kanton zu einem 37-jährigen Serben. Dieser wurde vorübergehend festgenommen. Im Rahmen der durchgeführten Hausdurchsuchungen in seinen Lebensmittelgeschäften in der Stadt und im Kanton Zürich konnten weitere gefälschte Züri-Säcke gefunden und sichergestellt werden. Insgesamt handelte es sich um rund 13’000 Exemplare. Im Verlaufe der Einvernahmen gab der Mann zu, dass er die Abfallsäcke in Serbien herstellen und durch den 40-jährigen Landsmann jeweils mit einem Reisecar in die Schweiz transportieren liess. Es ist davon auszugehen, dass seit mindestens einem halben Jahr einige tausend gefälschte Kehrichtsäcke so in die Schweiz gelangten und verkauft wurden. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen kann davon ausgegangen werden, dass die gefälschten Säcke nur in einigen wenigen Kleinläden zum Verkauf gelangten. Der Deliktsbetrag beläuft sich auf rund 26000 Franken. Der Serbe muss sich nun wegen Betrugs und Warenfälschung vor Gericht verantworten.

Eine Expertise der sichergestellten Säcke ergab, dass die relativ guten Fälschungen beim Zugband Mängel aufweisen und dort rascher reissen, als dies bei den Originalsäcken der Fall ist. Die Fälschungen unterscheiden sich vor allem durch die Farbunterschiede in der Beschriftung und die Farbe des Zugbändels. Der echte Züri-Sack ist aus weissem Material mit blauem Bändel und ist blau bedruckt. Bändel und Aufdruck sind vom selben Züri-Blau. Die Fälschungen sind dunkler bedruckt als die Farbe des Zugbändels.

Personen welche feststellen, dass sie gefälschte 35-Liter Züri-Säcke besitzen, werden gebeten diese an Entsorgung + Recycling Zürich, Hagenholzstrasse 110, 8050 Zürich zu senden. Diese werden dann kostenlos ersetzt damit der Abfall korrekt entsorgt werden kann.
Bilder eines Original-Abfallsackes sowie eines gefälschten Exemplars können auf unserer Homepage www.stadtpolizei.ch heruntergeladen werden.

Stadt ZürichStadt Zürich / 02.07.2009 - 12:35:42