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Stadtentwicklungsprojekt soll 2010 fertig sein

Altstätten/SG. Das Stadtentwicklungsprojekt Freihof-Rathaus soll bis 2010 fertig sein. An einer Orientierungsversammlung wird darüber informiert.

Im Bereich Rorschacherstrasse / Churerstrasse plant die Stadt Altstätten zusammen mit der AXA Leben AG, Winterthur, als Investor, ein neues Zentrum für Einkaufen, Gastronomie, Dienstleistungen, Wohnen und Parkieren. Der Nettokredit von 1,937 Millionen Franken für die Infrastrukturanlagen wird der Bürgerversammlung vom 11. Mai unterbreitet. Am Montag, 4. Mai, findet um 19.30 Uhr, im evangelischen Kirchgemeindehaus in Altstätten eine Orientierungsversammlung statt.

Seit 2004 entwickelte die Stadt dieses Projekt gezielt weiter, prüfte und beschloss für die Altstadt ein neues Verkehrskonzept, führte einen Projektwettbewerb für Hochbauten durch, erarbeitete die Projekte für die Infrastrukturanlagen, passte die Planunterlagen an, legte die Projekte öffentlich auf, verhandelte mit den Nachbarn und konnte einen Investor, die AXA Leben AG, Winterthur, für die Finanzierung gewinnen.

Ziele
Die Ziele des Stadtrats für dieses Projekt beinhalten im Wesentlichen: Neue Zentrumsüberbauung für Einkaufen, Gastronomie, Dienstleistungen, Wohnen und Parkieren; Revitalisierung und Aktivierung der Altstadt; Aufwertung Altstadt mit Schaffen eines neuen, grossen Rathausplatzes / Kirchplatzes als Begegnungszone; Attraktive Zugänge zur Altstadt; Lösung Parkplatzproblem Altstadt Ost; Optimierung Verkehrsführung um die Altstadt; Verlegung der RTB-Bushaltestellen Rathaus und Trogenerstrasse; Rathausneubau mit Neuorganisation der Verwaltungsinfrastruktur; Reduktion Energieverbrauch Rathaus; Verbesserung der Kundenfreundlichkeit durch ein attraktives Rathaus; Umsetzung der Vorwärtsstrategie der Stadt und Positionierung von Altstätten in der Region.

Perimeter
Die Teilgebiete Freihof, Rathaus und Müller umfassen 14 Grundstücke mit insgesamt 9’462 m2 Grundstücksfläche. Die Stadt ist Eigentümerin von elf Grundstücken mit 7’770 m2.

Hochbauten
Es ist geplant, das in den Jahren 1959/60 erstellte Rathaus, da es den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht, abzubrechen. Diesbezüglich zu erwähnen ist, dass das ganze bestehende Rathaus einen hohen Sanierungsbedarf aufweist. Unter anderem führen eine veraltete Haustechnik, schlechte Energieeffizienz, fehlende Teambüros und Sitzungszimmer, sowie fehlende Tiefgarageplätze beim bestehenden Rathaus zu hohen Kosten im Unterhalt und zu ineffizienten Abläufen im Betrieb.

Das Projekt sieht am bisherigen Standort ein neues Rathaus mit einem fünfeckigen Grundriss vor. Gegenüber der katholischen Kirche entsteht ein grosser offener Platz.

Auch der Grundriss des neuen Freihofs ist fünfeckig. Diese Grundrissform ermöglicht interessante, rundherum belichtete Wohnungstypen, Büros und Gewerberäume. Unterhalb der Gebäude entsteht eine Tiefgarage, welche mit derjenigen des Rathauses eine Einheit bildet. Auf dem Teilgebiet Müller entstehen in vier Gebäuden Wohnungen und Gewerberäume.

Für das Teilgebiet Rathaus ergeben sich verschiedene Optionen. Bei Option eins verkauft die Stadt das Land an die AXA Leben AG. Die AXA Leben AG baut das Rathaus und die Tiefgarage. Die Stadt mietet das Rathaus. Für die Tiefgarage ist eine Leistungsvereinbarung vorgesehen.

Option 2 beinhaltet einen Rathausneubau durch die Stadt Altstätten. Bei dieser Option sieht die Stadt von einem Verkauf des Rathausgrundstücks an die AXA Leben AG ab. Der Bau und der Betrieb der Tiefgarage Rathaus mit 48 Plätzen erfolgen bei Option zwei durch die Stadt. Finanziert werden die Investitionen der Tiefgarage über die Spezialfinanzierung der Parkplatzbewirtschaftung.

Über die denkbaren Optionen erarbeitet die Stadt einen Bericht mit detaillierten Berechnungen und den sich ergebenden finanziellen Konsequenzen. Der Vernehmlassungsbericht wird der Bevölkerung im Herbst 2009 unterbreitet.

Am 7. März 2010 wird an der Urne über den Grundstückverkauf an die AXA Leben AG und den Kredit Rathaus entschieden.

Investor

Seit Juni 2007 arbeiten die Stadt Altstätten und die AXA Leben AG, Winterthur, intensiv am Stadtentwicklungsprojekt Freihof-Rathaus. Die AXA Leben AG ist eine schweizerische Aktiengesellschaft mit Handelsregistereintrag im Kanton Zürich. Sie bezweckt den Betrieb jeder Art von Lebensversicherung sowie aller damit zusammenhängender Geschäfte.

Nach Abschluss des Projektwettbewerbs im Dezember 2007 konkretisierten die Vertragspartner das Projekt. Sowohl die Stadt als auch die AXA Leben AG wollen das Projekt realisieren. Deshalb ist eine neue, konkretere Vereinbarung für die Weiterführung und die Umsetzung des Projekts ausgearbeitet und unterzeichnet worden.

Der Kaufpreis für die Grundstücke ist in der neuen Vereinbarung zwischen der Stadt und der Axa Leben AG fixiert worden. Die Perimeteranteile der Grundstücke sind vollumfänglich in diesen Kaufpreis eingerechnet worden. Zudem wurden zu Gunsten der Stadt Altstätten ein Kaufsrecht, ein Vorkaufsrecht und ein Rückkaufsrecht vereinbart.

Infrastrukturanlagen
Der Kanton verlegt die Churerstrasse nach Osten, baut einen neuen Kreisel an der Rorschacherstrasse mit Umbauten an der Rorschacherstrasse, der Trogenerstrasse und Anpassungen beim Friedhofweg sowie bei der Zufahrt zur Rorschacherstrasse 14 / 14a.

Die Stadt Altstätten verlegt die Bushaltestellen an die Churerstrasse, verlängert und saniert die Ringgasse, gestaltet die alte Churerstrasse um und passt den Einlenker an.

Zur Versorgung der Zentrumsüberbauung mit Elektrizität müssen die Mittel- sowie Niederspannungsanlage ersetzt werden. Die Leitungen werden in den Strassenkorridor verlegt. Mit dem Ausbau der elektrischen Infrastruktur werden auch die erforderlichen Kabel für TV, Radio, Telefonie und Internet der Gemeinschaftsantennenanlage verlegt.

Für die gesamte Zentrumsüberbauung wird eine neue Wasserhauptleitung erstellt und in die Rorschacherstrasse / Churerstrasse verlegt. Die bestehende Schmutzwasserleitung muss ergänzt und in die Rorschacherstrasse / Churerstrasse neu verlegt werden.

Die gesamte Zentrumsüberbauung wird der Fernheizzentrale angeschlossen. Geplant sind drei Unterstationen für die Teilgebiete Freihof, Rathaus und Müller. Die Zuleitungen zu den Gebäuden gehen zu Lasten der Grundstücke.

Kreditbedarf

Von den gesamten Bruttoaufwendungen im Betrage von 7,638 Mio. Franken übernimmt der Kanton 2,639 Millionen Franken. Die Beiträge Dritter betragen 423’000 Franken. Die Grundstücke im Finanzvermögen der Stadt (alle exklusive Rathaus und Bushaltestelle) werden um 2,639 Millionen Franken aufgewertet. Der Kreditbedarf für den Nettoanteil der Stadt beträgt 1,937 Millionen Franken.

Die Perimeteranteile der Grundstücke der Stadt im Finanzvermögen von 2,639 Millionen Franken werden diesen Grundstücken belastet. Massgebend für die Perimeteraufteilung sind Nutzen und Vorteil. Dies bedeutet eine Aufwertung. Ein Kredit ist hiefür nicht erforderlich, da es sich um keine Ausgabe handelt. Grundstücke des Finanzvermögens kann die Stadt frei veräussern. Sie werden für die Kernaufgaben der Stadt grundsätzlich nicht benötigt.

Die Infrastrukturanlagen bilden eine Einheit. Deshalb wird für die gesamten Infrastrukturanlagen eine Vorlage unterbreitet.

Terminplan
Über den Nettokredit von 1,937 Millionen Franken der Infrastrukturanlagen wird an der Bürgerversammlung vom 11. Mai entschieden. Mit den Abbrucharbeiten der Gebäude, welche den Strassenbauten weichen müssen, soll am 18. Mai begonnen werden. Nach den Sommerferien, Mitte August, ist der Baubeginn der Infrastrukturanlagen vorgesehen, die Ende 2010 vollendet werden.

Orientierungsversammlung
Am Montag, 4. Mai, 19.30 Uhr, wird im evangelischen Kirchgemeindehaus in Altstätten eine Orientierungsversammlung zum Gutachten und den Anträgen der Infrastrukturanlagen Stadtentwicklungsprojekt Freihof-Rathaus durchgeführt.

St.GallenSt.Gallen / 22.04.2009 - 09:24:56