Stadt verzichtet auf «Bären»-Kauf
Kreuzlingen/TG. Der Stadtrat hat nach intensiven Abklärungen, Sondierungen und Verhandlungen entschieden, die Parzelle Nr. 1227 («Bären») des Alterszentrums nicht zu erwerben.
Der Vorstand der Genossenschaft Alterszentrum Kreuzlingen hatte unter der Leitung des zurückgetretenen Präsidenten der Stadt Kreuzlingen ein Vorkaufsrecht für die «Bären»-Parzelle (Nr. 1227) zum Preis von CHF 2.5 Millionen eingeräumt. Dieses Angebot gilt bis Mitte Juli 2009. An der Gemeinderats-Sitzung vom 1. Juli 2009 hatte der Stadtrat über seine Strategie «alles oder nichts» informiert. Danach erachtet er den Kauf der «Bären»-Parzelle nur dann als sinnvoll, wenn gleichzeitig auch die Nachbarparzellen 1228 und 1229 erworben werden können. Zweck dieser Landkäufe wäre die Sicherung eines geeigneten Standortes für das neue Stadthaus. Für das geplante neue städtische Dienstleistungszentrum wäre die «Bären»-Parzelle 1227 für sich allein zu klein. Nach intensiven Verhandlungen mit dem Besitzer der beiden Nachbarparzellen konnte sich dieser leider nicht zu einem Verkauf entschliessen. Damit entfällt für den Stadtrat das wichtigste Argument für den Kauf der «Bären»-Parzelle.
Die Weiterführung des «Begegnungszentrums Bären», wie sie eine am 7. Juli 2009 eingereichte Petition der Sozialdemokratischen Partei Kreuzlingen fordert, wurde geprüft und wegen den erheblichen finanziellen Verpflichtungen für die Stadt verworfen. Die finanzielle Situation der Stadt lässt es nach Ansicht des Stadtrates nicht zu, dass mit Steuergeldern der Betrieb eines weiteren Restaurants, sowie von Sälen, Sitzungs- und Kurszimmern mit gegen CHF 400’000 jährlich finanziert wird. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass sich soziale Institutionen, die von der Stadt unterstützt werden, in den Räumen des Bären-Zentrums einmieten und die Stadt auch sonst Hand dazu bietet, dass Nutzungen, die in einem ausgewiesenen öffentlichen Interesse liegen, in einem bestimmten Rahmen weiter geführt werden können.
Es ist davon auszugehen, dass nicht nur für die Stadt sondern auch für jeden anderen Käufer nur der Besitz und die Überbauung des ganzen «Bären»-Areals lohnend sind. Bekanntlich strebt der Besitzer der Parzellen 1228 und 1229 den Kauf der «Bären»-Parzelle an, um eine genügend grosse Fläche für eine sinnvolle Überbauung des Areals zu erhalten. Damit wäre sichergestellt, dass sich das ganze Areal in einer einzigen Hand befindet und sich nicht verschiedene Grundeigentümer bei der weiteren Planung gegenseitig behindern können. Die Pläne des Besitzers der Parzellen 1228 und 1229, im Stadtzentrum «Wohnen mit Service», also Alterswohnungen zu bauen und damit ein das Alterszentrum ergänzendes Angebot zu schaffen und gleichzeitig den «Bären» weiter zu betreiben, werden vom Stadtrat begrüsst.



























