Stadt St.Galler Bevölkerung erhält Bonus von 50 Franken
St. Gallen. Die Stadt St. Gallen schenkt ihren Einwohnern einen «Bonus» von 50 Franken in Form von Einkaufsgutscheinen.
Damit soll die Bevölkerung am guten Rechnungsergebnis 2008 beteiligt und gleichzeitig die lokale Wirtschaft angekurbelt werden.
Die Verteilung der Gutscheine ist für Mitte Jahr geplant, wie Stadtpräsident Thomas Scheitlin heute bei der Präsentation der Jahresrechnung 2008 erklärte. Das Gutschein-Programm sei ein Novum, hiess es. Der notwendige Betrag von 3,8 Millionen Franken muss noch vom Stadtparlament bewilligt werden.
Die steuerfreien Gutscheine für Jung und Alt sollen bei mindestens 150 Geschäften in der Stadt einlösbar sein. Die Gültigkeit wird auf ein halbes Jahr begrenzt. Auch städtische Busbillette oder Schwimmbad-Abonnemente können mit den Gutscheinen bezahlt werden, nicht aber Bussen, Steuern oder Stromrechnungen.
«Das Geld soll in der Stadt bleiben», sagte Scheitlin. Mit dem einmaligen Geschenk an die Bevölkerung wolle die Stadt ein Zeichen setzen. Das Gutschein-Programm ist einfach abzuwickeln (über die Bank CA St. Gallen) und soll zu einer raschen Belebung des Konsums führen.
Mehr Steuern als erwartet
Die laufende Rechnung der Stadt 2008 schliesst mit einem Überschuss von 1,6 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 3,3 Millionen. Unter Berücksichtigung von zusätzlichen Abschreibungen und Rückstellungen beträgt die Besserstellung über 30 Millionen Franken.
Hauptgrund dafür sind höhere Steuereinnahmen. Über den Erwartungen lagen auch die Vermögenserträge und die Entgelte. Insgesamt nahm die Stadt 521,2 Millionen Franken ein, 33,7 Millionen Franken mehr als budgetiert.
Der Aufwand – inklusive zusätzlicher Abschreibungen, Rückstellungen und 50-Franken-«Bonus» – betrug 519,6 Millionen Franken (+20,1 Millionen Franken gegenüber dem Büdget). Die Personal- und die Konsumausgaben allein lagen unter dem Voranschlag.
Hohe Investitionen, weniger Schulden
Die Investitionsrechnung schloss mit Nettoinvestitionen auf Rekordniveau von knapp 60 Millionen Franken ab.Sie wurden vollständig aus eigenen Mitteln der Stadt finanziert. Zusätzlich wurden die Schulden um 1,6 Millionen Franken abgebaut.
Nach dem guten Ergebnis 2008 rechnen Scheitlin und der Leiter des Finanzamts, Reinhold Harringer, für die Zukunft mit schwierigen Jahren. Die Auswirkungen der Finanzkrise seien noch kaum absehbar.



























