Staatsrechnung: Zweitbestes Ergebnis aller Zeiten
Die Laufende Rechnung des Kantons Thurgau für das Jahr 2007 schliesst um rund 50 Millionen Franken besser ab als budgetiert.
Dies vor allem dank einem wesentlich höheren Steuerertrag, der auf die weiterhin gute Wirtschaftslage zurückzuführen ist. Ebenso zum guten Ergebnis beigetragen hat die ausserordentliche Ausgabendisziplin beim beeinflussbaren Aufwand. Das Ergebnis der Gesamtrechnung präsentiert sich um rund 40 Millionen Franken besser als im Budget. Diese Zahlen sind das Spiegelbild der rundum gesunden Finanzlage des Kantons Thurgau.
Mit einem Plus von 39,1 Millionen Franken in der Laufenden Rechnung – budgetiert war ein Minus von 9,8 Millionen Franken – legt der Regierungsrat des Kantons Thurgau das zweitbeste je erzielte Rechnungsergebnis vor. Nur im Jahr 1984 betrug das Plus in der Laufenden Rechnung mit 41 Millionen Franken einen noch etwas höheren Wert.
Das Ergebnis der Gesamtrechung liegt bei einem Umsatz von knapp 1,5 Milliarden Franken bei plus 17,0 Millionen, budgetiert war ein Minus von 22,6 Millionen Franken. Damit schreibt der Kanton Thurgau seit 1999 ununterbrochen schwarze Zahlen in der Gesamtrechnung. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Steuererträge, die trotz erneuter Steuerentlastungen um 42 Millionen Franken höher ausgefallen sind.
Sie sind einerseits das Abbild einer weiterhin florierenden Wirtschaft und andererseits auf den Zuzug vor allem von deutschen Staatbürgerinnen und Staatsbürgern zurückzuführen. Auch die budgetierten Investitionen konnten im abgelaufenen Jahr getätigt werden. Beim Hoch- und Tiefbau liegen sie sogar rund 2,5 Millionen Franken über dem Budget und rund 5 Millionen Franken höher als im Jahr 2006.
Als Zeichen des weiterhin deutlich erkennbaren Sparwillens in der kantonalen Verwaltung wertet der Regierungsrat die Tatsache, dass die beeinflussbaren Ausgaben deutlich unter dem Budget liegen. Der Personalaufwand liegt knapp 0,9 Prozent tiefer als im Budget und nur knapp 1 Prozent über dem Ergebnis der Rechnung 2006.
Noch besser zeigt sich das Ergebnis beim Sachaufwand, der über 5 Prozent unter Budget liegt und sich gegenüber 2006 nicht gesteigert hat. Einen Wermutstropfen gibt es trotzdem: Die eigenen Beiträge erhöhten sich erneut und liegen 2,8 Prozent über dem Jahr 2006. Hierbei handelt es sich in erster Linie um weitgehend nicht beeinflussbare Beiträge an ausserkantonale Schulen, Hochschulen und Universitäten.
Alles in allem liegt jedoch die Steigerung des Gesamtaufwandes mit 1,9 Prozent unter dem Wirtschaftswachstum, was deutlich macht, dass der Kanton Thurgau auch in wirtschaftlich guten Zeiten haushälterisch mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln umgeht.
Den Überschuss von 39,1 Millionen Franken verwendet der Regierungsrat wie folgt: 30,1 Millionen Franken werden ins Eigenkapital übertragen, 4,0 Millionen Franken in den Arbeitsmarktfonds, 3,0 Millionen in den Pflanzenschutzfonds und 2,0 Millionen Franken in den Natur- und Heimatschutzfonds eingelegt. Das Eigenkapital beträgt neu 209 Millionen Franken, zugleich können die Bruttoschulden weiter abgebaut werden.



























