Staatliche Unterstützung für Privatschulen gefordert
Frauenfeld. Die Thurgauer Eltern sollen in Zukunft zwischen öffentlichen und privaten Schulen frei wählen können.
Deshalb fordert eine von der Elternlobby Thurgau lancierte Verfassungsinitiative, Staatsbeiträge für Privatschulen.
Das Initiativkomitee «Ja, freie Schulwahl für alle» hat am Freitag mit der Sammlung der Unterschriften begonnen. Ziel sei eine Verfassungsänderung, damit die Eltern unabhängig vom Einkommen wählen können, in welche Schule ihr Kind kostenlos gehen darf, schreibt das Komitee.
«Nur auf den ersten Blick gut»
Von der staatlichen Unterstützung sollen laut Komitee nicht private Eliteschulen profitieren. Vielmehr sollten Privatschulen nur dann gefördert werden, wenn der Zugang für alle Kinder «ohne finanzielle Einschränkung» gewährleistet sei. Die Schulen dürften kein zusätzliches Schulgeld verlangen.
Der Thurgauer Schulgemeindeverband hat sich gegen die freie Schulwahl ausgesprochen und angekündigt, er wolle frühzeitig über die Folgen informieren von «etwas, das nur auf den ersten Blick gut wirke».
Auch in anderen Kantonen laufen Initiativen zur freien Schulwahl. Im Kanton Baselland findet am 30. November die erste Abstimmung über eine inhaltlich gleiche Initiative statt. In Solothurn und in St. Gallen wurden bereits Volksinitiativen lanciert, in Schaffhausen angekündigt.



























