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St.Galler Klosterviertel wird zur Begegnungszone

St.Gallen. Das Klosterviertel soll wohnlicher werden: Mit rund elf Millionen Franken will die Stadt den historischen Kern neu gestalten und aufwerten. Heute ist offizieller Baubeginn.

In Etappen sollen bis Ende 2011 die Gassen und Plätze in der südlichen Altstadt neu gestaltet werden. In einer ersten Etappe wird die Gallusstrasse zwischen Gallusplatz und Marktgasse in Angriff genommen.

«Dieser Altstadtteil mit einer weltweiten Bedeutung verdient es, möglichst umfassend vom motorisierten Verkehr befreit und mit grosszügigen, neugestalteten öffentlichen Flächen noch vermehrt zum Mittelpunkt der Stadt werden», sagte die Bauchefin der Stadt, Elisabeth Beéry, an einer Medienorientierung.

Seit 2003 haben Fussgänger Vortritt im St. Galler Klosterviertel. Das Gebiet ist eine Begegnungszone, in dem nur Tempo 20 gefahren werden darf. Das führte zu einer Reduktion des Durchgangsverkehrs. Pro Tag fahren nun noch 2500 Fahrzeuge durch das Quartier, vor 15 Jahren waren es noch 14 000.

Die Vorgeschichte war konfliktreich: Die südliche Altstadt mit ihren Verkehrsproblemen war in St. Gallen Jahrzehnte lang Gegenstand von Auseinandersetzungen. 1993 wurde in einer Volksabstimmung der Bau einer Süd-Umfahrung mit Tunnel abgelehnt. Später wurde der Durchgangsverkehr mit einer «Nase» beim Gallusplatz eingeschränkt.

2001 ist ein neues Verkehrsmodell für die südliche Altstadt erarbeitet worden. Fünf Jahre später wurde dem Parlament ein Neugestaltungsprojekt mit modifiziertem Verkehrsmodell vorgelegt. Das Parlament stimmte dem Projekt im September 2008 zu, das Referendum wurde nicht ergriffen.

Demnach bleibt die südliche Altstadt eine Begegnungszone ohne öffentliche Parkplätze, die Zu- und Wegfahrt zum Quartier soll möglich bleiben, der Vekehr wird aber in klaren Grenzen gehalten.

St.GallenSt.Gallen / 16.03.2009 - 12:09:22