St.Galler Hotellerie: Deutlich weniger Logiernächte im März
St.Gallen. Die St.Galler Hotellerie konnte im März 2009 deutlich weniger Gäste begrüssen als noch ein Jahr zuvor.
Gemäss den Auswertungen der Fachstelle für Statistik lagen Ankunfts- und Logiernächtezahlen um acht beziehungsweise elf Prozent unter den Ergebnissen des Vorjahresmonats.
Damit fällt der Rückgang im Kanton St.Gallen etwas geringer aus als auf gesamtschweizerischer Ebene. Ob die rückläufigen Zahlen stärker auf die Wirtschaftskrise oder die späten Osterfeiertage zurückzuführen sind, lässt sich erst in einem Monat auf Basis der kumulierten März- und Aprilzahlen beurteilen.
Alle vier St.Galler Destinationen waren im März von rückläufigen Ankunfts- und Übernachtungszahlen betroffen, allerdings in unterschiedlichem Ausmass. So verzeichneten die Ferienregion Heidiland, das Toggenburg und die Destination zuerichsee.ch einen starken Rückgang der Übernachtungszahlen um jeweils mehr als zwölf Prozent, wo hingegen die Destination St.Gallen-Bodensee ein sehr moderates Minus der Übernachtungszahlen von nur drei Prozent registrierte.
Neben dem kalendarischen Ostereffekt ist bei der Interpretation der Werte für St.Gallen-Bodensee aber das Zusammenwirken zweier weiterer Effekte zu berücksichtigen. Einerseits ist aktuell ein Grossbetrieb umbaubedingt geschlossen, was sich spürbar negativ auf Ankunfts- und Übernachtungszahlen auswirkt. Andererseits fand in der Stadt St.Gallen im März 2009 ein Fachkongress mit hohem Teilnehmeraufkommen statt, der im Zweijahresturnus durchgeführt wird und im Vorjahresvergleich einen positiven Einfluss auf die Übernachtungszahlen ausübt.