Sportschule Appenzellerland wird ausgebaut
Trogen/AR. 35 Jugendliche aus acht Kantonen gehören der Sportschule Appenzellerland an. Eine Erweiterung steht bevor.
Aus den Sparten Badminton, Leichtathletik, Fussball, OL, Schwimmen, Eishockey, Handball, Ski und Curling stammen die Schülerinnen und Schüler, die das Schuljahr 2008/09 in einer der drei Partnerschulen (Teufen, Herisau, Trogen) besuchen.
«Das Konzept bewährt sich. Wir freuen uns über die Entwicklung», erklärt Patrick Eggenberger, der Leiter der Sportschule Appenzellerland. «Mehrere Jugendliche aus anderen Regionen haben sich uns angeschlossen.» In den vergangenen Tagen hätten sich auch Jugendliche aus Deutschland und Frankreich für eine Aufnahme interessiert. Die Sportschule sei daran, das bisherige Angebot auszubauen. Aufgrund der Anfragen gehe er davon aus, dass im nächsten Schuljahr die derzeitige Zahl von 35 Sportschülern anwachsen werde.
Um den Bedürfnissen gerecht zu werden, hat Appenzellerland Sport mit René Vicini eine zusätzliche Person im Vollamt angestellt. Er ist Stellvertreter des Sportschulleiters und Leiter Events.
Unihockey
Für zukünftige Sportschülerinnen und Sportschüler aus dem Unihockey wurde ebenfalls ein Projekt ausgearbeitet mit zwei bis drei sportartenspezifischen Trainings pro Woche. Wie bei den Kollegen und Kolleginnen aus den anderen Sportarten sind zusätzlich drei Ergänzungstrainings vorgesehen. In der Frage, welche Sportarten ins Angebot der Sportschule aufgenommen werden können, spielen mehrere Punkte eine Rolle. Patrick Eggenberger: «Sind starke Vereine mit entsprechendem Nachwuchs in der Region vorhanden? Wie sieht es punkto Infrastruktur aus? Trainerbesetzungen müssen geklärt werden, auch sollte die Anzahl der Sportschüler das Bilden einer sinnvollen Trainingsgruppe ermöglichen.»
Trainingscamp in Tenero
An einem Wochenende von Anfang Mai werden die Sportschüler für ein dreitägiges gemeinsames Trainingscamp nach Tenero reisen. Es wird einerseits sportartenspezifisch und polysportiv trainiert, andererseits dient der Anlass auch dem sozialen Aspekt: «Unsere Sportschule ist auf eine respektable Grösse angewachsen. Es ist uns ein Anliegen, dass trotz der verschiedenen Sparten ein Zusammengehörigkeitsgefühl besteht.» Schon vorher, Ende März, findet ein Sportschul-Abend statt im Beisein von Politikern, Gönnern und Sponsoren: Rückblicke werden präsentiert, Ehrungen durchgeführt. Mit der OL-Nachwuchsläuferin Mirjam Hellmüller aus Speicher gewann im Herbst erstmals ein Mitglied der Sportschule Appenzellerland eine EM-Medaille. Weitere Sportschüler kamen zu nationalen oder internationalen Erfolgen, etwa im Schwimmen, in der Leichtathletik und im Badminton.
«Regionales Spitzenniveau»
Zwei Informationsabende der Sportschule stehen demnächst auf dem Programm:
einer speziell zum Unihockey (18. März, 19 Uhr, Sportzentrum Herisau), einer für Interessenten aus allen Sparten (26. Februar, 19 Uhr, Geschäftsstelle Teufen).
An diesen Veranstaltungen wird über die Rahmenbedingungen informiert, über die Trainer, die Partnerschulen, die Wochenpläne, die Aufnahmekriterien. «Die Sportschüler haben mindestens regionales Spitzenniveau, Potenzial und Leistungsbereitschaft mitzubringen», ergänzt Patrick Eggenberger.
Eines der mittelfristigen Ziele der Sportschule ist der Ausbau auf der Berufsbildungs-Stufe. «Auch nach Absolvierung der Volksschule sollte der Sport intensiv betrieben werden können. Wir suchen sportfreundliche Firmen, die sich eine Zusammenarbeit vorstellen können.»
Informationen unter: www.appenzellerlandsport.ch.



























