«Spontane Sauferei unterbinden»
Leserbrief. Stellungnahme von Christian Eckert, Einwohnerrat EVP, zum geforderten Verkaufsverbot von Alkohol ab 21 Uhr.
Die Kommentatoren der Herisauer Zeitung/appenzell.24 kritisieren in den letzten Wochen gerne die «zahlreichen unsinnigen Gesetze, welche insbesondere die Freiheit der Ladenbesitzer einschränken.» Auch die Konsumenten würden bevormundet werden.
Der Kommentator widerspricht sich selbst. Einserseits gibt er den Untersuchungen recht, die belegen, dass die Einschränkung von Erhältlichkeit von Alkohol zu den wirksamsten Präventionsmassnahmen gehört, andererseits meint er, die, die trinken wollen, beschaffen ihre Mittel nun einfach vorher.
Natürlich wird das möglich sein. Aber es wird auch viele (vor allem Jugendliche) geben, die auf spontane Saufereien verzichten müssen.
Das Gesetz dient dem Jugendschutz. Das scheint Ihrer Zeitung wie auch in früheren Kommentaren sichtbar wurde, aber ein Fremdwort zu sein. Sollte ihrer Meinung nach denn ein Ladenbesitzer alles verkaufen dürfen, wann er will und die Konsumenten konsumieren, was sie wollen?
Es gibt in beiden Bereichen bereits etliche sinnvolle Einschränkungen. Bei jeder Einschränkung kann man von Bevormundung reden. Nur, wie würde unser Kanton wohl aussehen, wenn wir diese Einschränkungen nicht hätten. Ich mache hier die Verbindung zu den Themen Vandalismus und Jugendgewalt. Das hat alles einen Zusammenhang.
Weitere Artikel zum Thema:
-Weiteres sinnloses Gesetz? – 25. Juli 2007



























