Spital Thurgau AG: Positiver Jahresabschluß
Frauenfeld/TG. Trotz gleichbleibender Tarife konnte die Spital Thurgau AG das Geschäftsjahr 2008 mit einem Gewinn von 1.497 Millionen Franken abschließen.
Dies obwohl erneut ein großzügiger Stellenausbau in patientennahen Bereichen zur weiteren Qualitätssteigerung der bereits hochwertigen Dienstleistungen realisiert wurde.
Das vergangene Geschäftsjahr resultierte für die Spital Thurgau AG (STGAG) in einem positiven
Jahresergebnis. Bei den stationären Austritten wurde ein Anstieg auf 25’392 Patienten (+ 2.7 Prozent
gegenüber Vorjahr) verzeichnet. Die stationären Pflegetage betrugen total 284’068 Tage, was ei-
ner kleinen Steigerung von 0.3 Prozent gegenüber 2007 entspricht. Die stationäre Aufenthaltsdauer konnte von bisher 7.7 auf 7.5 Tage reduziert werden.
Es ist nicht selbstverständlich, dass trotz konstant enger werdenden Rahmenbedingungen im Ge-
sundheitswesen auch 2008 ein Gewinn realisiert wurde. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung
sprechen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der STGAG ihren grossen Dank für die immer sehr
gute und effiziente Arbeitsweise aus.
Erneut Stellen geschaffen
Im Berichtsjahr konnte die STGAG, analog dem Vorjahr, einen großzügigen Stellenausbau reali-
sieren. Trotz konstant bleibender Tarifstrukturen wurden 71 neue Arbeitsplätze in patientennahen
Bereichen (Pflege, Ärzte, Medizinaltechnik) geschaffen. Mit diesen Maßnahmen konnte ein wichti-
ger und positiver Akzent in den Bereichen Qualität und Wertschöpfung für die Patienten gesetzt
werden.
Leuchttürme
Zwei beachtliche Neubauten konnten 2008 abgeschlossen werden. Die neue Spitalpharmazie im
Kantonsspital Münsterlingen wurde im Oktober 2008 dem Betrieb übergeben. Im November 2008
wurden der Neubau für Notfall und Intensivstation im Kantonsspital Frauenfeld mit einem Tag der
offenen Tür feierlich eingeweiht.
Im Hinblick auf die für 2012 geplante Öffnung der Kantonsgrenzen wurden ganz bewußt ambulan-
te Angebote realisiert, welche bereits heute interessant für ausserkantonale Patientengruppen
sind. Damit ist es gelungen, so genannte Leuchtturmangebote mit überregionaler Ausstrahlung
und hoher Patientenwertschöpfung aufzubauen. Diese strategische Stossrichtung wird auch in den
nächsten Jahren forciert.
Tarifsituation im Fokus
Die für die Spital Thurgau AG geltenden Tarife haben in den letzten sechs Jahren – trotz konstant
steigender Kosten – keine Änderung erfahren. Im besagten Zeitraum stiegen beispielsweise alleine
die Ausgaben für Löhne und Nebenleistungen um rund 15 %. Ebenso verhält es sich mit den Medizinkosten. Maßnahmen zur Erhöhung der Tarife für die nahe Zukunft sind somit unabdingbar, weshalb auch die Vertragsverhandlungen mit einem entsprechenden Fokus angegangen werden.
Der Kostendruck im Gesundheitswesen hat stetig zugenommen und mußte seit der letzten Tarifanpassung durch die STGAG aufgefangen werden. Mögliche Faktoren zur Kostendreduktion oder
– eindämmung wurden unter anderem durch Steigerungen im Bereich der Effizienz und Optimierung von Abläufen gesichert. Die Möglichkeiten dazu sind nun jedoch ausgereizt, weshalb eine Tariferhöhung unumgänglich ist. Nur so kann auch weiterhin die sehr gute und bewährte Qualität in der Spital Thurgau AG auf gleich hohem Niveau beibehalten werden.
Fit für 2012
In drei Jahren (per 2012) wird der einheitliche DRG-Tarif (Diagnoses-Related-Groups) für die Spi- täler der Schweiz umgesetzt. Unter dem Motto «Fit für 2012» richten sich die strategischen Schwerpunkte der Spital Thurgau AG darauf aus, damit ein nahtloser Übergang in die neue Ab- rechnungsmodalität gewährleistet wird. Die Schwerpunkte dafür sind:
– Prüfung – und bei Bedarf Modifikation – der exzellenten Leistungsqualität als konstantes Kriterium für Vergleichbarkeit und hohen Patientennutzen. Dazu gehört auch die Vorberei- tung der patientengerechten Qualitätssicherung und Risikominimierung parallel zur Einfüh- rung von DRG (Lerneffekt aus Deutschland).
– Realisation einer Kosteneffizienz auf Basis fair vergleichbarer und normierter Fallkosten.
– Weitere Realisation individueller Angebotsleuchttürme durch Kompetenzzentren mit über- regionaler Ausstrahlung.



























