Spital Langenthal: Frau starb wegen falscher Transfusion
Langenthal/BE. Ein Fehler bei der spitalinternen Bestimmung der Blutgruppe steht als Ursache des Todesfalls im Vordergrund.
Nach bisherigem Stand der Ermittlungen und rechtsmedizinischen Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Tod einer Frau im Spital Langenthal von Mitte Mai 2009 muss davon ausgegangen werden, dass Fehler bei der spitalinternen Bestimmung der Blutgruppe der Patientin zu deren Tod geführt haben.
Am Montagabend, 18. Mai 2009 wurden die zuständigen Strafverfolgungsbehörden vom Spital Langenthal in Kenntnis gesetzt, wonach eine 73-jährige Patientin nach einer gleichentags erfolgten Operation verstorben sei. Im Zuge der eingeleiteten gerichtpolizeilichen Ermittlungen wurden seither erste Befragungen durchgeführt. Auch wurde das in den konkreten Vorfall involvierte Spitalpersonal angehalten, Gedächtnisprotokolle zu verfassen, deren Inhalte in die Ermittlungen einflossen.
Aufgrund der Untersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin Bern und den weiteren Ermittlungen muss davon ausgegangen werden, dass bei der spitalinternen Bestimmung der Blutgruppe der Patientin und der anschliessenden Transfusion Fehler begangen wurden, was in der Folge dazu geführt hat, dass der Frau Blut der falschen Gruppe verabreicht wurde. Weitere sachdienliche Befragungen und Ermittlungen werden in der nächsten Zeit durchgeführt.



























