Spektakuläres Spiel mit vielen Toren
Fussball. Gestern spielte der FC Bühler gegen den FC Fortuna. Es war ein Spiel für die Zuschauer: Viele Tore, Torszenen und Spannung.
Der FC Bühler spielte zwar gefälligen Angriffsfussball war aber in der Defensive zu anfällig. So musste sich die Rickert-Elf zum Schluss mit einem Punkt begnügen. Bei Bühler standen mit Frei, Hürzeler, Kobel und Van Neijenhof gleich vier Debütanten in der Startelf.
Die erste Grosschance im Spiel hatte Bühler in der fünften Spielminute. Der gute Debütant Lucien Hürzeler flankte von rechts flach in den Strafraum, wo Jeroen Van Neijenhof und Din Salihovic haarscharf verpassten. Im Gegenzug gelang den Gästen aus St. Gallen die Führung. Nach einem herrlichen Pass in die Gasse konnte der Mittelstürmer am chancenlosen Frei im Bühler-Tor einschiessen. Bei diesem Treffer wurde klar, woran es an diesem Abend bei Bühler hapern würde. Die Verteidigerreihe zog nicht den besten Tag ein. So hob beim Führungstreffer Gajdos das Abseits auf. Auch bei weiteren Aktionen der St. Galler offenbarte die FCB-Defensive Probleme mit dem Stellungsspiel. Es war aber auch schwierig gegen die Angriffe des Gastes, denn der agierte praktisch nur mit langen Bällen und hatte vorne zwei wuchtige und schnelle Stürmer. Der FC Bühler übernahm dann aber klar das Spieldiktat und überzeugte mit teils wunderbaren Spielzügen. Gegen die sich immer mehr zurückziehende und stämmige Gäste-Verteidigung, hatten es die FCB-Stürmer aber schwer. Dennoch Bühler kam zu Chancen und hatte teils auch Pech im Abschluss.
Zwei Lattentreffer für Bühler
Innerhalb von fünf Minuten monierten die Heimmannschaft zweimal Hands im Strafraum. Für den guten Schiedsrichter war es jedoch jeweils zu wenig klar und er liess weiterspielen. In der 28. Minute blieb dem Unparteiischen jedoch nach einem klaren Handspiel nicht anderes übrig als auf den Punkt zu zeigen. Captain Nagy versenkte souverän zum Ausgleich. Dann spielte nur noch eine Mannschaft: Bühler. Nach Supervorarbeit Nagy’s stand leider kein FCB-Akteur einschussbereit vor dem leeren Fortuna-Kasten. Nur wenig später zeigten Hürzeler und Van Neijenhof eine sehenswerte Aktion über die rechte Seite. Der Ball gelang zu Nagy, der den Goalie nicht bezwingen konnte. In der gleichen Aktion rollte der Ball zu Iyigün, der mit seinem Schuss aus 15 Metern den Goalie erneut prüfte.
Kurz darauf wurde auch Yannick Frei im Bühler-Tor erstmals geprüft. Er konnte einen Weitschuss gekonnt parieren. In den letzten zehn Minuten vor der Pause erhöhte Bühler den Druck massiv. Zuerst dribbelte sich Alex Rüesch durch die Abwehr, schoss aber klar daneben. Dann zirkelte Suyt Iyigün einen Freistoss herrlich auf Rüesch, der mit seinem Kopfball den gegnerischen Torwart zu einer weiteren Glanztat zwang. Er lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an die Latte. Beim darauf folgenden Eckball wieder Pech für Bühler. Andi Zeller’s wuchtiger Kopfball prallte ans Lattenkreuz. Und es kam so, wie es oft im Fussball kommt. Sozusagen mit dem Pausenpfiff erzielten die Gäste mit einem Entlastungsangriff, nach einem weiteren haarsträubenden Stellungsfehler auf der linken Abwehrseite, die erneute Führung. Und das zum Pech für Bühler, denn die Führung der Gäste entsprach alles andere als dem Spielverlauf.
Vier Tore in der Schlussviertelstunde
Bühler musste in der zweiten Hälfte mehr aufs Gaspedal drücken um noch punkten zu wollen. Und sie übernahmen sofort wieder die Initiative. Abwehrchef Zeller lancierte mit einem langen Ball den eingewechselten Lucas Arias. Dieser flankte aus vollem Lauf in die Mitte, wo Nagy goldrichtig stand und zum 2:2 einköpfte. In der 65. Minute scheiterte Alex Rüesch aus bester Position. Wieder nur fünf Minuten später spielte der eingewechselte Arias, der für viel neuen Schwung sorgte, Nagy perfekt an. Der FCB-Captain scheiterte aber mit seinem Heber am glänzenden Fortuna-Torhüter. Das wäre wohl die Entscheidung gewesen.
Die letzte Viertelstunde hatte es dann in sich. Die eigentlich müde wirkenden Gäste kamen mit ihren langen Bällen immer wieder zu gefährlichen Aktionen. So bekamen sie in der 75. Minute einen Freistoss zugesprochen. Aus grosser Distanz knallte ein St. Galler den Ball aufs Tor. Yannick frei konnte den Ball nur noch mit den Fäusten abwehren. Der Ball stieg kerzengerade in die Höhe. Ein St. Galler reagierte am schnellsten und köpfte den sich kurz vor der Linie senkenden Ball über die Linie, 2:3. Bühler gab aber nicht auf und erzwang sich nach einem Foul an Nagy einen zweiten Penalty, den Arias unhaltbar ins Tor drosch. Doch es war noch nicht fertig. Nach einem, leider erneut unglaublichen Fehlverhalten der FCB-Abwehr, gingen die Gäste fünf Minuten vor dem Ende erneut in Führung.
Doch das Spiel war noch nicht zu Ende. In der 90. Minute gab es einen Freistoss für Bühler. Arias legte sich den Ball zurecht und schoss aus gut 20 Metern den Ball herrlich ins Lattenkreuz. In der langen Nachspielzeit war dann Bühler dem Führungstreffer näher als Fortuna. Insgesamt müssen die Bühlerer aber zufrieden sein mit dem Remis. Man spielte zwar wesentlich besser als die Gäste. In Sachen Effizienz hätte man sich dem FC Fortuna aber einiges abschauen können. Und Trainer Rickert wird sein Augenmerk in den nächsten Trainings bestimmt auf das Defensivverhalten seines Teams legen.
Wenn man zu Hause vier Tore schiesst, muss man das Spiel eigentlich gewinnen. Der Mannschaft muss aber auch ein grosses Lob ausgesprochen werden, so gab sie trotz viermaligem Rückstand nie auf und holte den Rückstand immer wieder auf.
Yannick Frei, Nandor Gaidos (63. Sacha Büsch), Andreas Zeller (80. Noah Frehner), Martin Pardal, Dominic Kobel, Din Salihovic (45. Luis Munoz), Lucien Hürzeler, Alex Rüesch, Suat Iyigün, Dominik Nagy, Jeroen Van Neijenhof (55. Lucas Arias)



























