
Spatenstich für neue Achtergondelbahn in Wangs
Wangs/SG. Heute ist der symbolische Spatenstich für den Neubau einer Zubringerbahn ins Pizolgebiet erfolgt.
Die Bahn wird 3,2 Kilometer lang und auf dem bisherigen Trassee gebaut. Sie überwindet bei einer Fahrzeit von neun Minuten – nur halb so lang wie bisher – 1000 Höhenmeter und kann 1200 Personen pro Stunde befördern. Die Talstation mit 500 Parkplätzen in Wangs ist auch ans öffentliche Busnetz angeschlossen.
Es werden wiederum zwei Sektionen mit einer Mittelstation erstellt.
Sie erschliesst das Dörfchen Maienberg – ein von der Standortgemeinde geforderter Service public, wie Bruno Glaus, Verwaltungsratspräsident der Pizolbahnen AG, sagte. Die Baukosten sind auf knapp 16 Millionen Franken veranschlagt.
Nur sieben Monate Bauzeit
Gemäss Glaus ist die Baubewilligung des Bundesamts für Verkehr bereits eingetroffen – ein Dokument von 65 Seiten. Somit kann mit dem Bau sofort begonnen werden. Die Inbetriebnahme der neuen Bahn soll am 28. November erfolgen.
Der Spatenstich geschah nicht wie üblich mit Schaufeln. Mit einem Kran wurde eine neue Achtergondel ins Blickfeld der in der Talstation versammelten Gäste abgesenkt. Dieser Akt symbolisiere die in der Region herrschende Aufbruchstimmung, betonte Bernhard Lenherr, Gemeindepräsident von Vilters-Wangs.
Denn vor etwas mehr als zwei Jahren war die Erneuerung der beiden Zubringerbahnen am Pizol in Bad Ragaz und Wangs noch höchst gefährdet gewesen. Damals wurde den Medien bekannt gegeben, die Finanzierung sei gescheitert. Diese Hiobsbotschaft bewirkte, dass Grossinvestoren in kürzester Zeit das fehlende Geld aufbrachten.
Attraktives Angebot
Mit dem zweiten neuen Zubringer werde das Angebot für Gäste am Pizol noch attraktiver, sagte Remo Daguati, Chef des kantonalen Amtes für Wirtschaft. Weil die Bahnen ein wichtiges Glied in der touristischen Wertschöpfungskette seien, hätten Bund und Kanton Investitionshilfedarlehen von 6 Millionen Franken gesprochen. Eine gleiche Achtergondelbahn von Bad Ragaz ins Pizolgebiet war bereits im Dezember 2007 eröffnet worden. Die Gesamtkosten des Projekts «Pizol 2010» belaufen sich auf 32,5 Mio. Franken. Davon sind rund 20 Millinen Franken neues Aktienkapital von Privaten und Gemeinden und 3 Millinoen Franken Darlehen von
Gemeinden und Ortsgemeinden.