SP Herisau lädt zum Kinobesuch
Herisau/AR. SP Herisau lädt zum Kinobesuch «Unser täglich Brot» vom 22. Oktober 09. Kinoerlebnis für mehr regionale und faire Lebensmittel.
Die lokale Lebensmittelproduktion und die Biolandwirtschaft sind zukunftsgerichtete Alternativen zur industriellen Massentierhaltung und Lebensmittelproduktion. Dies sind wichtige Erkenntnisse aus dem eindrücklichen Dokumentarfilm «Unser täglich Brot», zu dem die SP Herisau kürzlich ins Kino Herisau eingeladen hat.
«Unser täglich Brot» ist ein Thema das bewegt. Eine stattliche Zahl von Interessierten folgte der Einladung der SP Herisau zu einem Kinoabend der besonderen Art. Geladen wurde zu einer filmischen Meditation über die industrielle Lebensmittelproduktion. Nikolaus Geyrhalter gewährt in seinem unkommentierten Dokumentarfilm mit eindrücklichen, meist ästhetischen Bildern Einblicke in die moderne, hoch automatisierte Lebensmittelproduktion. Gerade durch die ruhige Bildsprache werden die Betrachterinnen und Betrachter aufgerüttelt. Augenfällig wird die Entfremdung zwischen uns und den Arbeitskräften in den Tierfabriken oder in den unwirklichen Treibhaussiedlungen sowie den Nutztieren und Pflanzen, die uns als Nahrung dienen. Dass es auch anders geht, das machte der Präsident der SP Herisau Yves Balmer in seinen Begrüssungs- und Schlussworten klar. Als Konsumentinnen und Konsumenten haben wir vielfach die Wahl. Wir sind aber gefordert, uns mit der Herkunft und Herstellung der Lebensmittel auseinander zu setzen. Dies ist nicht immer einfach. Erleichtert wird uns der Einkauf durch das Angebot von lokalen oder Bioprodukten. Daraus ergeben sich auch interessante Zukunftsperspektiven für die übersichtliche Appenzeller Landwirtschaft. In den kleineren und übersichtlicheren Strukturen im Appenzellerland und in der Schweiz können wir glaubwürdig naturnahe, tierfreundliche und gesunde Lebensmittel produzieren. Diese können sich gut im in- und ausländischen Markt bewähren. Dazu müssen die Konsumentinnen und Konsumenten jedoch auch ihren Teil beitragen und den Markt durch ihr Einkaufsverhalten positiv beeinflussen. Da viele Konsumentinnen und Konsumenten aber aufgrund der tiefen Einkommen auf Billigangebote angewiesen sind, besteht nach Yves Balmer ein klarer Zusammenhang zwischen Arbeitsmarkt, Mindestlöhnen, Sozialversicherungen und dem Lebensmittelmarkt – auch in der Schweiz. Die Vielfalt des Themas zeigte sich ebenfalls in den angeregten Diskussionen beim vorgängigen Apéro mit fairen Produkten aus dem CLARO-Laden sowie beim gemeinsamen Ausklang nach dem Film im Treffpunkt.
Kinoveranstaltung «Unser täglich Brot» der SP Herisau



























