«Sonntag zur verfolgten Kirche»
Herisau. HMK (Hilfe für Mensch und Kirche) war anlässlich dem «Sonntag der verfolgten Kirchen» zu Gast in Herisau.
Die Schweiz kennt zum Glück aktuell keine Christenverfolgung. Deshalb ermöglichte das Hilfswerk Maheshu De Mel, einem Pfarrer und Missionskoordinator der Evangelischen Allianz in Sri Lanka, von seinen Erfahrungen zu berichten. In seinem Vortrag in der Evangelisch-methodistischen Kirche Herisau erzählte er über die Not und Herausforderungen der Kirche in diesem Land.
Zwar gäbe es in diesem Land theoretisch Religionsfreiheit. Doch die Realität zeigt sehr oft etwas anderes. Das Kriegsgeschehen setzt einerseits den Gemeinden sehr zu. Auch die Sanktion und raffinierten Formen von Diskriminierung durch Versammlungsverbot, Tötungen, Verleumdungen und Einschüchterungen treffen nach wie vor alle Christen.
Die Besucher aus verschiedenen Kirchen und christlichen Gemeinden Herisaus konnten hören, dass es seit dem fünften Jahrhundert das Christentum in diesem Land gibt. Die Buddhistische Religion gilt zwar als gewaltfreie Religion. Doch der Bürgerkrieg zwischen Hindus (Tamilen) und Buddhisten (Singhalsen) erschüttert im Moment die Region.
Eindrücklich ist in diesem Zusammenhang, wie es in den christlichen Gemeinden möglich wird, dass die zwei Parteien trotzdem gemeinsam Gottesdienst feiern können. Darauf reagieren die Buddhisten mit Gewalt: Häuser und Kirchen werden niedergebrannt. Gewalt und Einschüchterung halten an. Aber trotz Verfolgung wächst die Kirche.
Deshalb setzt sich HMK für die verfolgten Christen ein und die Kollekte der Besucher dieses Abends wird für die Hilfe an den Christen in diesem Land eingesetzt:
Pastor Yesukum war zum Beispiel im Bus zu einem Treffen unterwegs, als der Autobus über eine Mine fuhr und explodierte. Er hinterliess eine schwanger Frau und eine Tochter. Die Hinterbliebenen erhielten von HMK darauf Übergangshilfe.
Pastor Yogaranja wurde zusammen mit seinen zwei Söhnen entführt. Seine Frau suchte sie und musste für die Abklärungen mit der Polizei öfters weit reisen. Sie wurde mit von HMK unterstützt.
Das Pastorenteam einer Gemeinde wurde bedroht und gezwungen, den Ort ihrer Zusammenkünfte zu räumen. Ein Protestmarsch der Dorfbewohner, Fahnen und antichristliche Plakate sowie Gerüchte, das Haus zu attackieren, führte zum Entschluss, das Gebiet zu verlassen. Der erzwungene Standortwechsel und das Einrichten der neuen Lokalitäten wurden darum von HMK unterstützt.



























