Sommerserie «Gemeindevereinigung» Teil 3
Wil/SG. In Bronschhofen und Wil bieten gut 1’350 Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe über 12’000 Arbeitsstellen.
Gemeinsam für die Stärkung des Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandortes
Die kontinuierliche Zunahme dieser Zahl in den vergangenen Jahren ist Beweis für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes – trotz Sogwirkung der grossen Agglomerationszentren St. Gallen und Zürich. Eine Vereinigung stärkt den Wirtschaftsstandort Wil und die Wettbewerbskraft, damit die heute noch komfortable Position gehalten und ausgebaut werden kann und auch morgen vielfältige und interessante Arbeitsplätze angeboten werden können.
Indem die Gemeinde die Nutzungsart für Flächen des Gemeindegebietes festlegt, steuert sie auch direkt die Entwicklungschancen der Wirtschaft. Wil und Bronschhofen haben diesbezüglich ganz unterschiedliche Standortprofile: Wil hat einen hohen Marketingwert und Bekanntheitsgrad und ist auf den Dienstleistungssektor ausgerichtet, hat aber lediglich ein beschränktes Platzangebot für Industrie und Gewerbe. Dagegen stellt etwa das AMP-Gelände für Bronschhofen ein strategisch wichtiges Entwicklungspotenzial sowohl im gewerblich-industriellen Bereich als auch im Bereich Wohnen dar. Diese beiden Profile ergänzen sich gut – bereits heute als separate Gemeinden, aber noch besser über die Gemeindegrenze hinweg respektive ganz ohne Grenzen.
Positiv für die Standortattraktivität für Unternehmen
In grösseren räumlichen Einheiten kann den Anforderungen der Wirtschaft nach geeignetem Land an verkehrsgünstiger Lage besser entsprochen werden. Eine grossräumig angelegte Planung aus einem Guss kommt demnach nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern zugute, sondern wirkt sich ebenfalls positiv auf die Attraktivität der Stadt als Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort aus: Aufgrund des diversifizierten und vielfältigen Standortangebotes in einer vereinigten Gemeinde können einem ansiedlungswilligen Unternehmen oder einer an Wachstum interessierten Firma in höherem Masse bedarfsgerechte Flächen angeboten werden. Dadurch kann die vereinigte Gemeinde eine ausgewogene, krisenfestere Wirtschaftsstruktur erreichen und so die Steuerkraft der juristischen Personen und die Arbeitsplätze nachhaltig sichern.
Nicht in kommunalen Grenzen denken
Nicht nur bezüglich grösserer Angebotsvielfalt profitiert eine vereinigte Gemeinde. Denn wie die Menschen in ihrem Alltag denken auch Unternehmen im zunehmenden Wettbewerb immer weniger in kommunalen Grenzen. Sie erwarten von den Behörden Professionalität und Unterstützung in allen sie betreffenden Belangen. Unterstützung, die nicht kleinräumig organisiert ist und an einer Gemeindegrenze halt macht. Diesen Anspruch, auch bezüglich Versorgung (siehe Kasten), kann eine grosse Gemeinde besser einlösen.
Sich als Gemeinde professionell präsentieren
Eine grössere Gemeinde wird im heutigen Standortwettbewerb auch eher wahrgenommen, da sie der wachsenden Bedeutung des Standortmarketings besser gerecht werden kann. Was für die Wohn- und Lebensqualität gilt (siehe Sommerserie Teil 2), hat sinngemäss auch für das Standortmarketing Bestand: Grösse und Vielfalt schaffen Aufmerksamkeit und Präsenz. Ein weiterer Vorteil: Durch eine Vereinigung entfällt der interne Standortwettbewerb zwischen den beiden Gemeinden, was die Position im externen Wettbewerb stärkt.
Eine Serie während der Sommerferien beleuchtet verschiedene Themenfelder der Vereinigung mit Blick auf die Grundsatzabstimmung im September. Bislang erschienen: «Herausforderungen gemeinsam angehen» (1. Juli 2009) und «Gemeinsam für mehr Wohn- und Lebensqualität» (8. Juli 2009).



























