Skimmingversuche in mehreren Kantonen
Region Innerschweiz – LU/SZ/ZG. In den Kantonen Luzern, Schwyz und Zug ist es in den vergangenen Wochen zu mehreren Skimmingfällen und Skimmingversuchen gekommen. Die Zentralschweizer Polizeikorps rufen die Bevölkerung zu erhöhter Aufmerksamkeit auf, wenn sie Geld an Bancomaten bezieht.
Beim so genannten Skimming gelangen Betrüger durch technische Manipulationen an Geldautomaten an die Kartendaten des Geldbezügers und beschaffen sich das zugehörige Passwort. Anschliessend beziehen Sie selbst Geld von diesem Konto. In den meisten Fällen erfolgen diese Bezüge im Ausland.
Die Täter nutzen hierfür technische Geräte, die sie am Kartenlesegerät anbringen. Beim Einführen der Karte werden die erforderlichen Daten ausgelesen. Um an den PIN zu gelangen wird oftmals eine Minikamera in einer Leiste am Geldautomaten angebracht, die die PIN-Eingabe filmt. Die Leiste weist lediglich ein stecknadelgrosses Loch auf. Aufgesetzte Tastaturen sind eine weitere Möglichkeit, um an den PIN zu kommen. Diese Geräte sind professionell an den jeweiligen Automaten angebracht und deshalb nur sehr schwer zu erkennen.
Wie kann ich mich vor Skimming schützen?
– Kontrollieren Sie den Bancomaten vor dem Bargeldbezug auf Auffälligkeiten
– Geben Sie Ihren PIN-Code vor neugierigen Blicken geschützt ein, halten Sie eine Hand über die Tastatur, um das Filmen Ihrer Eingabe zu verhindern
– Sollte Ihre Karte im Gerät blockiert sein, nehmen Sie keine Hilfe von Unbekannten an und informieren Sie umgehend die betroffene Bank
Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Geldautomat manipuliert sein könnte, ist es wichtig, dass Sie kein Geld beziehen und sofort die Polizei via Notruf 117 informieren. Versuchen Sie nicht, die Geräte wegzunehmen und entfernen Sie sich vom Automaten.



























