Sintflut hält an
Frauenfeld. Der seit der Nacht auf Dienstag anhaltende starke Regen hat im Thurgau Dorfbäche über die Ufer treten lassen.
Zudem gingen bei der Polizei Thurgau rund 40 Schadenmeldungen ein. Keller liefen voll Wasser, einzelne Strassen wurden überschwemmt.
Die Meldungen über vollgelaufene Keller seien aus dem ganzen Kantonsgebiet eingetroffen, hiess es bei der Kantonspolizei Thurgau. Regionale Schwerpunkte gebe es nicht. Bei Gachnang stand eine Strasse unter Wasser.
Der Hochwasserdienst des kantonalen Amts für Umwelt ging aber davon aus, dass die Pegel gegen Abend wieder sinken. Vor allem auch, weil der Regen am Nachmittag nachliess. Laut Marco Baumann, Leiter des Dienstes, sei die Hochwassergefahr derzeit gering, teilte die Polizei mit.
Höchststand der Thur am Nachmittag
Die Thur führte laut Bundesamt für Umwelt um 15 Uhr etwa 496 Kubikmeter Wasser in der Sekunde. Ab 460 Kubikmetern wird der Wasserfluss als Hochwasser eingestuft. Da der Regen im Einzugsgebiet der Thur im Alpstein aber als Schnee fällt, wird davon ausgegangen, dass der Thurpegel dann nicht weiter ansteigt.
Der Bodensee hatte um 14 Uhr bei Konstanz (D) den Pegel von knapp 3,18 Meter erreicht. Hochwasser herrscht erst ab 4,80 Metern. Die Hochwasservorhersage am Bodensee geht davon aus, dass der Pegel bis Freitag auf etwa 3,45 Meter steigen und dann wieder sinken wird.



























