Sinkende Sozialhilfequote in Appenzell Ausserrhoden
AR. Im Jahr 2007 wurden im Kanton Appenzell Ausserrhoden insgesamt 858 Personen mit Sozialhilfe unterstützt. Das sind 79 Personen weniger als im Vorjahr
Die Auswertungen der Sozialhilfestatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen, dass wie
bereits in den Vorjahren Kinder und junge Erwachsene sowie Alleinerziehende besonders
häufig auf Sozialhilfe angewiesen sind.
Haushaltsstruktur
Ausschliesslich auf Privathaushalte bezogen waren im Jahr 2007 418 Fälle mit 771 Personen auf
Sozialhilfe angewiesen.
Die Haushalte von Alleinerziehenden sind nach wie vor einem erhöhten
Sozialhilferisiko ausgesetzt, mehr als jeder zehnte Haushalt von Alleinerziehenden war 2007 auf
Sozialhilfe angewiesen.
Dennoch ist die Unterstützungsquote der Alleinerziehenden gegenüber 2006
um 2 Prozentpunkte zurückgegangen. Von diesem Rückgang konnten vor allem das regionale
Zentrum Herisau und die mittelgrossen Gemeinden profitieren. Die Alleinerziehenden der kleinen
Gemeinden hingegen wiesen gegenüber dem Vorjahr eine leicht höhere Quote auf (+0,4 Prozent-
punkte).
Haushalte von Paaren mit Kindern waren mit einer Unterstützungsquote von 0,7% weiterhin
unterdurchschnittlich auf Sozialhilfe angewiesen; Paare ohne Kinder erreichten mit 0,3% die tiefste
Quote. Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Erziehungsarbeit dürfte ein wichtiger Einflussfaktor
auf die Höhe der Sozialhilfequote von Haushalten mit Kindern sein.
Risikogruppe Jugendliche und junge Erwachsene
Das Sozialhilferisiko ist stark vom Alter abhängig. So waren vor allem Kinder und Jugendliche
(0-17 Jahre) sowie junge Erwachsene (18 – 25 Jahre) mit einer Quote von 2,3 Prozent bzw. 2,2 Prozent
überdurchschnittlich häufig, aber gegenüber dem Vorjahr in abnehmendem Masse, von Leistungen
der Sozialhilfe abhängig.
Wie auch in der übrigen Schweiz waren diese beiden Altersgruppen im
Kanton Appenzell Ausserrhoden je nach Nähe zu städtischen Zentren unterschiedlich stark betroffen.



























