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Sieg für Oberegg vor Heiden und Speicher

Wolfhalden-Tanne. Am Verbandswettschiessen beteiligten sich Schützinnen und Schützen aus fünfzehn Vorderländer und einer Mittelländer Sektion.

Oberegg siegte vor Heiden und Speicher. Im Einzel klassierten sich mit dem Punktemaximum Lukas Walser, Eschenmoos, Viktor Eugster, Oberegg, und Fabian Buff, Wolfhalden Tanne.

Beim 87. Verbandswettschiessen der Zimmerschützen, organisiert von der Sektion Wolfhalden-Tanne unter der Leitung von OK-Präsident Jürg Sturzenegger, Oberegg schlug einmal mehr Heiden. Auf Rang Drei klassierte sich Speicher. In der Einzelwertung wurde das Punktemaximum von 126 Punkten von Lukas Walser, Eschenmoos, Viktor Eugster, Oberegg, und Fabian Buff, Wolfhalden Tanne erreicht.

Konzentration und Ruhe
Das Verbandswettschiessen beendet jedes Jahr die Saison der Zimmerschützinnen und Zimmerschützen, deren Sportart nur noch im Appenzeller Vorder- und Mittelland ausgeführt wird. Mit dem rund 4,5 Kilogramm schweren Zimmerstutzer und Spezialmunition wird auf die Distanz von neun Meter geschossen. Damit kann die äusserst seltene Sportart, die ab dem 10. Altersjahr offen steht, in kleineren Räumen trainiert werden.

Viele 300-Meter-Schützen benützten das Zimmerschiessen als Wintertraining. Einer davon ist der Oberegger Florian Steinmann, der neben diesen zwei Sportarten auch Kleinkaliber und Luftpistole pflegt. Zur Sportart, die viel Konzentration und Ruhe abverlangt, kam er über seinen Vater, den er von klein auf zu Wettkämpfen begleitete. Sein Traumberuf ist Elektroinstallateur. Dort könne er die beim Sport antrainierte Konzentration bestens einsetzen. Sein Wunsch ist, dass noch mehr Jugendliche den Sport ausüben sollen.

«Ausprobieren kann nie schaden. Und wer weiss, vielleicht entdeckt der eine oder andere sein Talent.» Beim Zimmerschiessen schätzt der junge Mann neben den sportlichen und Wettkampfaspekten, dass er gute Kollegen gefunden hat. Mit 125 Punkten erreichte er bis an einen Punkt das Maximum. Diesen einen Punkt vergab er beim vierten Schuss, den er ohne absetzen abgab.

Die Mitglieder des Kantonalvorstandes mit Präsident Ulrich Gantenbein, Speicher, Kassier Samuel Kellenberger, Heiden, Aktuar Hans Buschor, Rebstein, sowie den Beisitzern Paul Hochreutener, Oberegg, und Paul Eugster junior, Widnau, nickten. Sie alle kannten diesen Fehler und er war ihnen auch schon passiert.

Für Jungen und Mädchen
Obwohl es Nachwuchs gibt, auch Mädchen üben sich in dieser Wintersportart, nehmen jährlich weniger Schützinnen und Schützen am Verbandswettschiessen teil. Wie oben bereits erwähnt, ist das Sportgerät rund 4,5 Kilogramm schwer, geschossen wird kniend. Die Sportart kann ab dem Alter von zehn Jahren betrieben werden, dann ist jedoch das Gewicht meist zu schwer, um das Gerät ruhig zu halten.

Wenn Jugendliche beginnen, kommt bald schon die Berufslehre, die nicht mehr die benötigte Zeit frei lässt, weshalb der Nachwuchs oft mit der Ausbildung wieder austritt. Ein Blick auf die Rangliste zeigt, dass Männer in dieser Sportart immer noch überwiegen, die Frauen aber ebenso gute Resultate erzielen wie ihre männlichen Sportkollegen.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 10.03.2008 - 10:11:00