• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

«Sicherung unserer Arbeitsplätze»

Leserbrief. Claudia Vieli Oertle, Präsidentin KMU Frauen Thurgau, äussert sich zur Abstimmung über die Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Mitgliedsstaaten Rumänien und Bulgarien.

Sicherung unserer Arbeitsplätze Sicherung unserer Arbeitsplätze Am 8. Februar 2009 stimmen wir über die Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Mitgliedsstaaten Rumänien und Bulgarien ab. Die Personenfreizügigkeit ist rechtlich mit den anderen Abkommen der bilateralen Verträge I verknüpft ist. Sie erleichtert die Mobilität der Arbeitskräfte und verbessert die Chancen, geeignetes Personal zu rekrutieren und so den Standort Schweiz im internationalen Wettbewerb besser zu positionieren. Die Personenfreizügigkeit schafft die Möglichkeit, eine Vielzahl von Stellen zu besetzen, für die Schweizer Unternehmen im Inland keine geeigneten Arbeitskräfte mehr finden. Den Unternehmen aus dem Ausland erleichtert die Personenfreizügigkeit den Ansiedlungsentscheid, weil sie die Gewähr haben, ihre Arbeitskräfte bei Bedarf auch aus dem europäischen Raum rekrutieren zu können. Davon profitieren namentlich Grenzregionen, wie zum Beispiel der Kanton Thurgau.

Der bilaterale Weg ist eine Erfolgsgeschichte für die Schweiz. Im 2002 wurden die Bilateralen I nach dem klaren Ja des Schweizervolks in Kraft gesetzt. Die damals von den Gegnern gehegten Befürchtungen sind nicht eingetreten, die Erfahrungen mit den bilateralen Verträgen sind durchwegs positiv. In den letzten Jahren konnten dank dem Abkommen mit der EU über 200’000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Schweizer Wirtschaft profitiert vom gleichberechtigten Zugang zum wichtigsten Exportmarkt der Schweiz, der EU, bleibt aber gleichzeitig politisch unabhängig. Die konjunkturellen Herausforderungen fordern die Unternehmerinnen und Unternehmer gerade in dieser schwierigen Zeit besonders stark.

Die Unternehmungen können keine neuen Hürden im Export, zusätzliche Bürokratie beim Einsatz ihrer Mitarbeitenden im Ausland und grosse rechtliche Unsicherheiten in der Beziehung zum wichtigsten Absatzmarkt verkraften. Die EU ist eine der wichtigsten Handelspartner der Schweiz, jeder dritte Franken wird im Handel mit der EU erwirtschaftet. Stabile Rahmenbedingungen zu unseren Nachbarn sind für unsere Arbeitsplätze und unser Wohlstand zentral, deshalb stimme ich am 8. Februar JA zur Personenfreizügigkeit und zur Ausdehnung auf die neuen EU-Mitgliedstaaten.

ThurgauThurgau / 23.01.2009 - 10:05:00