SFS-Gruppe: drastischer Umsatzeinbruch im letzten Quartal
Heerbrugg/SG. Die in der Befestigungstechnik und in der Zulieferindustrie tätige SFS-Gruppe hat im vergangenen Jahr ein Drittel weniger verdient.
Der Gewinn sank um 33 Prozent auf 80,5 Millionen Franken, wie SFS heute mitteilte.
Das wirtschaftliche Umfeld verschlechterte sich im letzten Quartal 2008 für die Rheintaler SFS-Gruppe deutlich. Der Umsatz im gesamten Jahr sank marginal um 0,6 Prozent auf 1,327 Milliarden Franken. Der Betriebserfolg (EBIT) reduzierte sich um 16,7 Prozent auf 126,5 Millionen Franken.
Einbruch im letzten Quartal
Der operative Cashflow (EBITDA) sank 2008 um 11,1 Prozent um 205,4 Millionen Franken. Der Betriebserfolg der SFS-Gruppe ging um 16,7 Prozent retour auf 126,5 Millionen Franken.
Der Einbruch der Aktien- und Obligationskurse schmälerte den Gewinn des Unternehmens zusätzlich, wie Verwaltungsratspräsident Heinrich Spoerry an der Bilanz-Medienkonferenz ausführte. Die ersten drei Quartale des Jahrs 2008 sei die SFS-Gruppe auf Kurs gewesen, sagte Spoerry. Doch dann brach der Umsatz stark ein.
Stärkeres Engagement in China
Auch in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahrs liegt der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahr in gewissen Sparten der SFS-Gruppe um bis zu 50 Prozent tiefer. Laut Spoerry reagiert SFS darauf offensiv mit einem verstärkten Engagement in China: «Wir wollen uns dort als Automobilindustrie-Zulieferer etablieren.»
Defensiv reagiert die SFS-Gruppe ebenfalls. Bei Pensionierungen und natürlichen Abgängen gilt im Moment ein Einstellungsstopp. Zudem wird laut Spoerry über Frühpensionierungen diskutiert. Die Mitglieder der SFS-Geschäftsleitung haben sich freiwillig die Löhne reduziert.
Weniger Mitarbeiter
Ende 2008 arbeiteten für die SFS-Gruppe 4114 Frauen und Männer. Ende Februar standen noch 3833 Mitarbeitende bei der Rheintaler SFS-Gruppe im Lohn, wie Finanzchef Rolf Frei sagte.
Geschäftsleitung und Verwaltungsrat der SFS-Gruppe sind laut Spoerry zuversichtlich, den wirtschaftlichen Abschwung ohne existenzielle Krisen zu überstehen. Entlassungen seien die allerletzte Massnahme. Im Moment sind bei der SFS-Gruppe allein in der Schweiz gegen 2000 Personen von Kurzarbeit betroffen.



























