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Seniorenferien in Piemont/Ligurien

Kreuzlingen – Bei den diesjährigen Seniorenferien des Alterszentrums Kreuzlingen waren zwei Drittel der Teilnehmer aus Kreuzlingen und Umgebung. Seit etwa vier Jahren gestalten werden diese speziellen Ferien an ausgesuchten Orten angeboten – zu einem seniorenfreundlichen Preis.

Eine gutgelaunte Schar von 46 Senioren und Seniorinnen bestieg am Sonntagmorgen den Bus in Richtung Süden, in froher Erwartung, was uns die nächsten Tage wohl bringen werden. Bereits am frühen Nachmittag führte uns der Weg entlang gefluteter Reisfelder der Lombardei und vorbei an lieblichen Weinbergen nach Acqui Terme im Piemont, wo wir am späten Nachmittag bei herrlichem Wetter eintrafen.

Der Apéro im Hotelgarten, gestiftet von Cornelia und Peter, vermochte da so richtig  die Ferienlaune zu entfachen. Herzlichen Dank für den netten Willkommgruss! Am nächsten Morgen stand schon die erste Fahrt ins Val Bormida, an den Lago di Orsiglia, auf dem Programm. Auf recht ansteigenden Strassen durch die Täler des Apennins fand unser guter Chauffeur Richard  sicher das Ziel: den zwischen die Berge eingebetteten Stausee, der zu den schönsten Seen des Piemonts zählen soll. Eine kleine Gruppe liess es sich nicht nehmen und wanderte letztendlich zu Fuss dem Ort unserer Mittagsrast entgegen. Im gemütlichen kleinen Restaurant erwartete uns ein typisch italienisches Essen. Der Gastwirt liess es sich nicht nehmen, den Dessert mit Musik und alten Schlagern, die auch zum Mitsingen und Tanzen einluden, in echt italienischer Manier zu begleiten. Auf der Rückfahrt gab es, nach wiederum zurückgelegter Bergstrecke, einen kurzen Halt, verbunden mit der Besichtigung der Wallfahrtskirche «Santuario di Nostra Signora del Deserto» (Madonna in der Wüste).

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Der Ausflug am Dienstag nach Noli, einem der schönsten Dörfer Italiens, sollte für unsern Fritz Vögele zu einem besondern Höhepunkt werden, sah er doch das erste Mal in seinem Leben das Meer! Die Fahrt durchs Piemont an die Ligurische Küste war wiederum ein schönes Erlebnis. Das schmucke Fischerdorf Noli mit seinem gut erhaltenen mittelalterlichen Ortskern und direkt am Meer gelegen, lud zum Flanieren so richtig ein. Einige Beherzte liessen es sich natürlich nicht nehmen, um ihre nackten Füsse mit einer Brise Meerwasser umspülen zu lassen. Eine herrliche Fahrt an der zerklüfteten Küste der Riviera Ponente entlang und später durch das Landesinnere, führte uns schliesslich am spätern Nachmittag wieder zurück ins Hotel.

Am Mittwoch stand das Ausschwärmen in Acqui Terme auf dem Programm. Diese nette kleine Stadt hat nämlich einiges Interessantes zu bieten, so vor allem im Zentrum die Thermalquellen. Noch heute strömen da 550 Liter Wasser in der Minute mit einer Temperatur von 74 Grad Celsius aus sehr grosser Tiefe ins Freie. Unverkennbar ist dabei der schwefelige Geruch, welcher am Brunnen die Eigenschaft des Thermalwassers erahnen lässt.  Die schönen alten Kirchen, vorab die Kathedrale sowie das Römermuseum im Castello boten eine Fülle von Sehenswürdigkeiten beim Rundgang. Die Würze eines feinen Prosecco sowie der Genuss einer echt südländischen Pasta draussen vor einem Ristorante in den romantischen Gässchen liessen diesen Ferientag bei herrlichstem Wetter so richtig zu Gemüte führen. Einige benutzten übrigens rege die Gelegenheit, sich im Thermalbad unseres Hotels zu entspannen und richtig wohl zu fühlen. Anlässlich des Spielabends gab es nach dem Abendessen  über einen nicht allzu schwierigen Ortswettbewerb eine ganze Reihe begehrter Preise von Produkten aus der Region zu gewinnen. In weiser Voraussicht reichte in der Folge der Gabentempel schlussendlich für alle Teilnehmenden so, dass niemand leer von dannen gehen musste.

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Der Donnerstag brachte uns nach Genua. Diese Seefahrerstadt, grossenteils am Hang gebaut, erregte wohl manches Staunen. Eine kundige Stadtführerin lenkte unseren tüchtigen Chauffeur mit dem Bus durch die engsten Gassen nach oben auf eine Aussichtsterrasse. Der Blick über die Altstadt und den grossen Hafen war überwältigend! Sehr sicher und mit staunenswerter Ruhe geleitete der Fahrer Richard das grosse Fahrzeug durch ein Gewirr von Strassen inmitten eines Riesenverkehrs zielrichtig durch die Grossstadt. Wirklich, ihm sei ein grosses Lob ausgesprochen! Zu einem besonderen Genuss darf auch das Mittagessen abseits des Verkehrslärms,  in einem urchigen Kellerlokal inmitten der Altstadt, gezählt werden. Auf der Rückfahrt, entlang des ligurischen Strandes und einem längeren Zwischenhalt in Varazze durften wir noch einmal die Blicke aufs Meer geniessen. Bereits liessen sich da am Strande die ersten Badegäste ausmachen und auch einige von unserer Gruppe wollten nochmals das Meerwasser spüren.     

Freitag, letzter Tag in Acqui Terme, vor unserm Hotel sowie in der Innenstadt herrschte reges Marktleben, ein Anlass, der an diesem Wochentag allem Anschein nach zur Gewohnheit zählt. So gab es die willkommene Gelegenheit, noch dieses und jenes Mitbringsel für die lieben Daheimgebliebenen zu erstehen.

Ein ganz besonderes Erlebnis durften wir gewissermassen als Abschluss unserer prächtigen Ferienwoche am Nachmittag dieses Tages geniessen. Die  Fahrt  durch die herrlichen Weingebiete des Piemonts dürfte bestimmt allen unvergesslich bleiben. Touristisch abseits lag unser Reiseziel: Das Weingut «La Canova». Sie waren gut auf unsere Ankunft vorbereitet. Ein herzlicher Empfang, die sachkundige Führung durch die Kellereianlagen und die nachfolgende Degustation der herrlicher Tranksame aus den umliegenden, soweit das Auge reichenden Weinbergen  gestalteten diesen Anlass zu einem weiteren Höhepunkt. Wohl hatte sich an diesem Tag der Winzer kaum über mangelndem Umsatz in Sachen Weinverkauf zu beklagen. Unsere Senioren und Seniorinnen nutzten die Gelegenheit und liessen sich den Kauf dieser guten Weine und zudem zu solch staunenswert niedrigen Preisen nicht entgehen. Glücklicherweise fanden all die Schachteln mit den köstlichen Tropfen im geräumigen Laderaum des Busses für die Heimfahrt noch genügend Platz.

Zufrieden und voller schönster Erlebnisse und Erinnerungen an diese herrliche Woche im Piemont und Ligurien sind wir anderntags wieder in unserer Kreuzlinger Heimat angelangt. Auch alles Schöne geht einmal zu Ende!

Herzlichen Dank an Cornelia Künzli für die wie immer hervorragende und solide Vorbereitung dieser Ferientage, an Linda Schäppi für die gute pflegerische Begleitung und natürlich unserem Busfahrer Richard Heini für seine eindrücklichen und meisterhaft sicheren Fahrkünste.  

ThurgauThurgau / 13.06.2011 - 15:09:25