Selbstvertrauen wieder gefunden
Handball. Gegen Dübendorf war der Appenzeller Routinier Ivan Pavlovic wieder einsetzbar - das gab den Innerrhodern eine ordentliche Portion Selbstvertrauen zurück.
Während die Gäste aus Innerrhoden mit einer offensiven, aggressiven Defensive agierten, versuchte Dübendorf es mit einer flachen Variante. Bereits in der Anfangsphase zeigte Appenzell einen «Flieger» und war damit erfolgreich. Doch dann profitierte Dübendorf von gleich zwei Fangfehlern und zog seinerseits mit 3:2 in Führung.
Bis zur 10. Spielminute war die Partie leistungsmässig sehr ausgeglichen. Durch einen Penalty und ein geduldig herausgespieltes Tor vermochte das gradliniger spielende Appenzell dann aber erstmals mit zwei Treffern in Führung zu gehen. Eine Strafe gegen die Gäste konnte Dübendorf danach nicht ausnützen und kassierte gar noch einen Treffer zum 9:6 für Appenzell.
Nachdem der Zürcher Torhüter Daniel Perisa (früher auch einmal bei Appenzell spielend) einen Penalty unschädlich gemacht hatte, verkürzte Dübendorf auf 10:9. Doch in der Schlussphase der ersten Halbzeit zeigte sich die grössere Effizienz der Appenzeller. Während Dübendorf für seine Tore hart arbeiten musste, nützten die Gäste die meisten sich bietenden Chancen knallhart aus, wobei Linkshänder Walter Amann besonders hervorragte.
Appenzell mit Zwischenspurt
Nach einer 13:11 Pausenführung für Appenzell konnte Dübendorf nach Wiederbeginn durch ein Gegenstosstor wieder zum 13:13 ausgleichen. Doch dann schien Appenzell einen wahren Zwischenspurt einzulegen, allen voran Goalgetter Raphael Neff. Dieser zog oft zwei Verteidiger auf sich und spielte auch seine Nebenleute und den Kreisläufer frei. Innert acht Minuten zogen die Ostschweizer auf 20:15 davon und profitierten auch von Dübendorfer Abschlussschwächen. Der starke Torhüter Andreas Masina war vor allem von den Flügeln her kaum zu bezwingen.
Nichts mehr anbrennen lassen
Doch die Zürcher, kämpferisch einwandfrei, kamen fünf Minuten vor Schluss durch einen Gegenstoss wieder bis auf 22:20 heran, was Appenzells Trainer Alex Bruggmann zu einem Time-Out nötigte. Dies hatte Wirkung, erzielten doch die Gäste sofort nach Anpfiff den nächsten Treffer. Zwei Minuten vor Schluss verkürzten die Dübendorfer aber wieder auf 23:21. Als Dübendorf um Alles oder Nichts spielte, aber ein Zürcher noch eine Strafe kassierte, liessen die abgeklärten Ostschweizer nichts mehr anbrennen und siegten schlussendlich resultatmässig noch klar mit 26:22.
Damit sind die an diesem Wochenende spielfreien Innerrhoder zwei Runden vor Schluss wieder auf den angestrebten dritten Platz vorgestossen.
HC Dübendorf – TV Appenzell 22:26 (11:13)
Appenzell spielte mit: Andreas Masina / Sven Egli; Urs Inauen, Walter Amann (7), Florian Bolting (1/1), Michael Goldener (1), Patrick Vogel (4), Christan Hamm (2), Andreas Inauen (1), Raphael Neff (9/3), Patrick Haltmann, Ivan Pavlovic (1) und Sandro Wirz



























